Kapitalmaßnahmen
MG-Großaktionär Happel lehnt erneut Wandelanleihe ab

Wie schon im vergangenen Jahr will der Großaktionär der mg technologies, Otto Happel, den erneuten Plänen für eine Wandelanleihe auf der Hauptversammlung am Donnerstag nicht zustimmen.

Reuters FRANKFURT. "Ein konkreter Bedarf für die Wandelanleihe ist nicht erkennbar", begründete der Happel-Vertreter Martin Sorg vor den versammelten Aktionären in Frankfurt die Entscheidung. Die Gesellschaft könne die damit verbundene hohe Zusatzverschuldung nicht verkraften. Happel lehne auch das Vorhaben ab, sich von den Aktionären die Genehmigung für den weiteren Rückkauf eigener Aktien einzuholen.

"Die beantragten Kapitalmaßnahmen sind aus unternehmerischer Sicht überflüssig und für uns Aktionäre schädlich", sagte Sorg. Happel lehne sie daher allesamt ab. Der ehemalige Gea-Vorstand hält derzeit 10,025 % der Stimmrechte an der mg.

Auf der Hauptversammlung liegen den Aktionären Anträge des Vorstands vor, mit denen sich die Gesellschaft die mögliche Ausgabe einer Wandelanleihe von bis zu einer Milliarde Euro genehmigen lassen will. Überdies will sich die mg die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien bis zum 27. September 2003 einholen.

Offenbar wolle sich der Vorstand mit den beantragten Kapitalmaßnahmen gegen feindliche Übernahmen wappnen, sagte der Happel-Vertreter. Sollte jedoch ein Übernahmeangebot interessant sein, "dann werden wir ihm zustimmen", sagte Sorg. Falls es uninteressant sei, werde es abgelehnt. Aktionäre bräuchten keine Beschlüsse auf Vorrat, sagte der Happel-Vertreter.

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