Kapitalspritze für den Auto-Konzern
Fiat-Gläubiger steigen bei Ferrari ein

Der Fiat-Konzern wird voraussichtlich eine Kapitalspritze von drei der bedeutendsten Gläubigerbanken InesaBci, Banca di Roma und Sanpaolo Imi erhalten.

Reuters/vwd MAILAND. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa erhalten die Banken dafür im Gegenzug Anteile an der Fiat-Tochter Ferrari, die im Jahresverlauf an die Börse gebracht werden soll. Der Wert von Ferrari wird auf zwei Milliarden Euro geschätzt.

An der Fiat-Autosparte ist General Motors mit 20 Prozent beteiligt. Fiat hat zudem eine Option, die restlichen Anteile ab 2004 an GM zu verkaufen. Aus den Kreisen verlautete weiter, ein schnellerer Verkauf der noch bei Fiat verbleibenden 80 Prozent an der Autosparte sei nicht vorgesehen.

Der Chef der Fiat-Autosparte, Giancarlo Boschetti, hatte Mitte Mai erklärt, die Verluste schreibende Autosparte könnte im vierten Quartal 2002 in die Gewinnzone zurückkehren. Dem Gesamtkonzern Fiat hatten die deutlich gestiegenen Verluste im ersten Quartal in die roten Zahlen gebracht. Der von der Agnelli-Familie kontrollierte Fiat-Konzern hatte seinen Nettoverlust mit 529 Millionen Euro nach einem Gewinn von 193 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum beziffert.

Fiat selbst wollte diese Neuigkeiten nicht kommentieren. Ein Händler mutmaßte, dass eine Neuemission von Aktien geplant sei. Kreisen zufolge haben auch die beiden anderen großen Gläubigerbanken UniCredito Italiano SpA sowie Mediobanca - Banca di Credito Finanziario an einem Rettungsplan für Fiat gearbeitet.

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