Kapitalvolumen zwischen 2,0 und 2,5 Mrd. €
Erster Pilotvertrag zur Riester-Rente abgeschlossen

Die Telekom hat als erster Großkonzern in Deutschland die so genannte Riester-Rente in einem Tarifvertrag umgesetzt. Mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi habe sich das Unternehmen auf ein entsprechendes Modell verständigt, teilte die Telekom am Freitag in Bonn mit.

dpa BONN. Alle Angestellte hätten danach die Möglichkeit, über einen Pensionsfonds individuelle Verträge zur Absicherung ihrer Altersrente, Hinterbliebenenversorgung oder für den Fall von Invalidität abzuschließen, sagte Personalvorstand Heinz Klinkhammer. In diesen Fonds würden auch die staatlichen Zulagen für die private Altervorsorge fließen.

In Kraft treten wird das Vertragswerk zum 1. Januar 2002. Klinkhammer erwartet, dass in den kommenden vier bis fünf Jahren rund 85 % der Telekom-Belegschaft oder 100 000 Beschäftigte die neuen Möglichkeiten der Altersvorsorge nutzen werden. Das Kapitalvolumen soll sich nach seinen Worten auf eine Summe zwischen 2,0 Mrd. ? (3,9 Mrd. DM) und 2,5 Mrd. ? belaufen.

Der Tarifvertrag zur Riester-Rente werde die bestehende betriebliche Altersversorgung ergänzen. Alle Beiträge der Arbeitnehmer würden in den neuen Telekom-Pensionsfonds fließen. Dieser biete dem Mitarbeiter Vorsorge- und Versicherungsleistungen aus einem Topf, betonte Klinkhammer. Ziel sei ein ganzheitliches Versorgungskonzept, das allen Beschäftigten größtmögliche Rendite und Sicherheit biete.

Bei der Vorstellung des neuen Modells nannte Bundesarbeitsminister Walter Riester den zwischen Telekom und ver.di geschlossenen Vertrag eine Vereinbarung mit Pilotcharakter.

Mit dem Pensionsfonds werden Beiträge aus der klassischen Gehaltsumwandlung und staatlichen Förderung in einen Topf geleitet. Abgewickelt werden die Zahlung und die Verwaltung des Pensionsfonds über eine eigene Gesellschaft.

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