Karbbenfleisch angeblich nicht belastet
Dioxin in Krabbenschalen entdeckt

In einem Betrieb in der ostfriesischen Stadt Greetsiel sind bei einer amtlichen Futtermittelkontrolle in Krabbenschalen hohe Mengen an Dioxin gefunden worden.

dpa GREETSIEL. 38 Tonnen Schalen und Abfallstoffe seien beschlagnahmt und entsorgt worden. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums bestand für die Verbraucher keine Gefahr.

Bei den Kontrollen Anfang April sei eine deutliche Überschreitung der EU-Grenzwerte festgestellt worden. Das gleichzeitig kontrollierte Krabbenfleisch sei nicht belastet gewesen. «Die Schalen haben anscheinend die Eigenschaft, das Gift aufzunehmen. Das Fleisch hat das Gift nicht absorbiert», erläuterte Hiltrud Schrandt, Sprecherin des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Wie das Umweltgift in die Krabbenschalen gelangte, ist noch unklar. «Die Kontamination kann im Meer passiert sein oder auch während des Transports. Die Quellen sind vielfältig», sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Hanns-Dieter Rosinke am Freitag. Nach seinen Angaben werden in dem Greetsieler Betrieb Krabbenschalen getrocknet und für die Weiterverarbeitung in Futtermittelmischwerken vorbereitet. Der mit Dioxin belastete Rohstoff sei entdeckt worden, bevor er in den Kreislauf gelangt sei. Außerdem gelte in Niedersachsen seit Anfang Mai die Verfügung, Krabbenreste vor dem Import auf Dioxin zu untersuchen, erläuterte Rosinke.

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