Karibik
Kuba weist Lockerung des US-Wirtschaftsembargos zurück

afp HAVANNA. Kuba hat die vom US-Kongress beschlossene Lockerung des Wirtschaftsembargos gegen die Karibikinsel als wirkungslos zurückgewiesen. Die Erleichterungen "lösen überhaupt keine Probleme", schrieb die kommunistische Parteizeitung "Granma" am Montag auf ihrer Titelseite. Kuba habe nicht die notwendigen finanziellen Mittel, um Nahrungsmittel und Medikamente zu kaufen. Die Blockade und der "Wirtschaftskrieg" verhinderten, dass sich die Regierung in Havanna die notwendigen Ressourcen beschaffe, schrieb das Blatt weiter in einer ersten offiziellen Stellungnahme zu den beschlossenen Erleichterungen. Insofern seien die Lockerungen nutzlos.

Nach fast vier Jahrzehnten Wirtschaftsembargo hatte sich der US-Kongress vergangene Woche dafür ausgesprochen, die Strafmaßnahmen gegen Kuba zu lockern. Die Beschränkungen für den Export von Nahrungsmitteln und Medikamenten in den kommunistischen Karibikstaat sollten fallen gelassen werden. Außerdem sollen US-Bürger künftig einfacher nach Kuba reisen können. Damit die beiden Vorlagen im US-Kongress Gesetz werden können, müssen sie nun noch in eine gemeisame Form gebracht werden und die Zustimmung von beiden Parlamentskammern bekommen. Anschließend muss US-Präsident Bill Clinton noch das Gesetz billigen.

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