Karriere neigte sich schon länger dem Ende entgegen
De la Hoya tritt mit Niederlage ab

Boxprofi Oscar de la Hoya ist mit seiner ersten Abbruch-Niederlage überhaupt in den Ruhestand getreten. 40 Millionen Dollar versüßen die Rente des Ausnahmeboxers.

HB BERLIN. Oscar de la Hoya hat seine Karriere mit der überhaupt ersten Abbruch-Niederlage beendet. Der 31 Jahre alte Profiboxer unterlag in Las Vegas seinem acht Jahre älteren Gegner Bernard Hopkins nach technischem K.o. in der neunten Runde. Damit verpasste de la Hoya den Mittelgewichts-Weltmeistertitel der Verbände WBC, WBA und IBF. Zudem verlor er seinen eigenen Gürtel der WBO.

Allerdings tritt de la Hoya mit geschätzten 40 Millionen Dollar ab. Sein nunmehr seit elf Jahren unbesiegter Gegner muss sich mit einem Viertel der Summe «begnügen». «Das habe ich mir nach all den Jahren verdient, zumal die Sache heute eindeutig war: es gab Hopkins-Sauce mit zerhackter Leber», sagte der Sieger.

Während Hopkins den sportlichen Ruhm genoss, heimste der unterlege Kämpfer einmal mehr die Sympathien des Publikums ein und verdeutlichte so, weshalb seine Börse so hoch war. Der Großteil der 18.000 Zuschauer brach bei jedem Treffer des Latinos in Ekstase aus. Allerdings neigte sich die Karriere des in Los Angeles geborenen Halb-Mexikaners schon länger dem Ende entgegen. Bereits sein Sieg über den in den USA unbekannten Felix Sturm, der am späten Samstagabend sich für einen erneuten WM-Kampf empfahl, war sehr umstritten.

Und auch gegen Hopkins erreichte de la Hoya nicht mehr die Klasse früherer Kämpfe. Bis zum Kampfabbruch hatten sich beide Boxer äußerst vorsichtig abgetastet, der etwas aktivere Hopkins lag allerdings bei zwei der drei Kampfrichter deutlich vorne. Nach 98 Sekunden der neunten Runde beendete Hopkins dann den Kampf mit zwei linken Haken.

«Ich habe alles versucht, um wieder hochzukommen. Es ging einfach nicht. Die beiden Schläge haben mich auf den Punkt getroffen», so de la Hoya. Mit 37 Siegen, davon 29 durch K.o. und vier Niederlagen beendet der Olympiasieger von 1992, der als erster Boxer die Weltmeistertitel in sechs verschiedenen Gewichtsklassen inne hatte, seine Karriere.

In Zukunft wird de la Hoya junge Kämpfer promoten und sich darüber hinaus um die Vermarktung seiner eigenen Kleidungslinie kümmern. Zudem möchte sich der Profi im kommenden Jahr bei seinen mexikanischen Fans mit einem kostenlosen Boxkampf in einem Fußballstadion bedanken.

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