Karriereende
Verabschiedet sich Armstrong?

Die Frage, ob Lance Armstrong auch im nächsten Jahr bei der Tour de France an den Start geht, beantwortete Armstrong gewohnt gelassen: "Am Ende der Tour gebe ich meine Entscheidung bekannt. " Damit hatte der 32-jährige Texaner am Donnerstag eine "fifty-fifty-chance" eingeräumt, die auch sein Sprecher, der Schweizer Ex-Profi Jörg Müller in Armstrongs US-Postal-Team am Freitag bestätigte.

HB ANNEMASSE. Vor der Tour hatte Armstrong nach dem Vertrags-Abschluss mit dem zukünftigen Team-Sponsor Discovery Channel angekündigt, auch bei der Tour 2005 an den Start zu gehen. Die in Paris erscheinende "Herald Tribune" spekulierte am Freitag mit dem bevorstehenden Tour-Abschied Armstrongs.

"Er fährt auf jeden Fall noch Rennen, nur steht nicht fest, welche", sagte Müller. Die Aussichten, dass Armstrong Jan Ullrich als zukünftiger Tour-Konkurrent verloren geht, scheinen groß. "Vielleicht treffen sie sich im kommenden Jahr beim Giro d'Italia", meinte Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage.

Der in Scheidung lebende Armstrong, den die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" am Freitag als "Der Gelbe Kannibale" feierte, hatte zum Tour-Auftakt bereits seinen Start-Verzicht für die Olympischen Spiele in Athen verkündet. "Nach der Tour setze ich mich sofort ins Flugzeug, um nach Hause zu meinen Kindern zu kommen", hatte Armstrong erklärt. Gut möglich, dass es am Sonntag ein Abschied aus Frankreich für immer wird.

Spätestens nach der Zieldurchfahrt auf der Champs Elysees wird mit einer Erklärung Armstrongs zu seiner sportlichen Zukunft gerechnet. Ein seit Jahren angekündiger Angriff auf den Stunden-Weltrekord, mit dem er vor drei Jahren auch die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen italienischen Mediziner Michele Ferrari begründet hatte, könnte ein mögliches großes Ziel Armstrongs für das kommende Jahr sein.

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