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Karstadt gibt im Bonusstreit auf

Europas größter Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle hat den Versuch aufgegeben, bei der Bezahlung von Rechnungen seiner Lieferanten einen Bonus von 2,5 Prozent einzubehalten.

ap ESSEN. In einer Abschlusserklärung verzichtete der Handelsriese gegenüber dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) endgültig auf die umstrittene Maßnahme. Das bestätigten am Dienstag übereinstimmend ein Sprecher der Karstadt-Quelle AG und ein Verbandssprecher.

Karstadt hatte im Rahmen seines Restrukturierungsprogramms im August vergangenen Jahres seinen Lieferanten einseitig angekündigt, für alle ab Mitte August erbrachten Leistungen einen Bonus von 2,5 Prozent auf den Rechnungsbetrag einzubehalten. Dies diene der "Sicherung gemeinsamen Wachstums", hatte der Konzern argumentiert. Das Landgericht Essen und das Oberlandesgericht Hamm hatten jedoch diese Praxis auf Antrag des ZVEI in einstweiligen Verfügungen untersagt. Diese Entscheidungen erkannte der Konzern nun als endgültig an.

ZVEI-Hauptgeschäftsführer Franz-Josef Wissing zeigte sich zufrieden: "Wir begrüßen das Einlenken von Karstadt und verbinden damit die Hoffnung, dass derartige Versuche, die Lieferanten anzuzapfen, ein für alle Mal der Vergangenheit angehören." Ein Karstadt-Sprecher erklärte, durch die inzwischen mit den Lieferanten geführten Jahresgespräche über die künftigen Lieferkonditionen habe sich eine Weiterführung des Rechtsstreites aus der Sicht des Unternehmens erledigt.

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