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Karstadt-Quelle baut Vorstand um - Logistik-Spezialist Gerard geht

Der angeschlagene Karstadt-Quelle-Konzern setzt seinen Konzernumbau fort und trennt sich von seinem Vorstandsmitglied Peter Gerard. Der 57-Jährige werde zum Jahresende aus dem Unternehmen ausscheiden, teilte Karstadt-Quelle am Mittwoch im Zuge einer Aufsichtsratssitzung mit.

dpa-afx ESSEN. Der angeschlagene Karstadt-Quelle-Konzern setzt seinen Konzernumbau fort und trennt sich von seinem Vorstandsmitglied Peter Gerard. Der 57-Jährige werde zum Jahresende aus dem Unternehmen ausscheiden, teilte Karstadt-Quelle am Mittwoch im Zuge einer Aufsichtsratssitzung mit. Der Manager war in dem Konzern unter anderem für Randaktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts mit Warenhäusern und Versandhandel wie den Bereich Logistik tätig. Über einen Verkauf von Teilen der Logistik wird derzeit unter Hochdruck mit der Deutschen Post sowie dem mittelständischen Unternehmen Fiege (Greven bei Münster) verhandelt.

Der Posten von Gerard, der neben der Logistik auch für die Ressorts Dienstleistungen, Neue Medien, Touristik, IT, Einkauf und Auslandsbüros verantwortlich war, werde nicht neu besetzt, hieß es. Die frei werdenden Aufgaben würden würden von weiteren Mitgliedern des unter dem Vorsitz von Christoph Achenbach nun fünfköpfigen Vorstands übernommen.

Logistik Nicht Kernkompetenz

Karstadt-Quelle-Versandhandelschef Arwed Fischer bezeichnete den Bereich Logistik in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit der "Lebensmittel Zeitung" nicht als "Kernkompetenz" des Unternehmens. "Versandhandel kann man auch ohne eigene Logistik betreiben", sagte Fischer der Zeitung. Der Manager widersprach dabei Spekulationen, dass Karstadt-Quelle vor dem Hintergrund der den Banken zugesagten Liquiditätszuflüsse auf den Verkauf der Logistik angewiesen sei. Das Gros der Erlöse werde vielmehr aus dem Verkauf der Immobilien kommen, sagte er.

Für den Versandhandel kündigte Fischer eine Verringerung der Artikelzahl um "mehrere zehntausend" Stück an. Bei den großen Katalogen rechne das Unternehmen nun erst wieder 2007 mit steigenden Erlösen. Im kommenden Jahr werde der Umsatz von Quelle und Neckermann in Deutschland "deutlich auf vielleicht noch 4,4 Mrd. Euro" sinken, sagte Fischer. Der Versandhandel werde jedoch im kommenden Jahr beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (Ebita) wieder schwarze Zahlen schreiben.

Wenige Tage vor dem Ende des für den Konzern überlebenswichtigen Weihnachtsgeschäfts äußerte sich das Unternehmen zufrieden über den bisherigen Verlauf. Der vierte Adventssamstag sei der bislang umsatzstärkste Tag des Jahres gewesen, sagte Sprecher Jörg Howe.

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