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Karstadt-Quelle-Kapitalerhöhung - Bittere Pille für die Aktionäre

Nicht nur die Arbeitnehmer werden bei der Sanierung des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns bittere Pillen schlucken müssen. Auch die Aktionäre müssen auf Grund der an diesem Donnerstag beschlossenen Kapitalerhöhung Abstriche machen.

dpa-afx ESSEN. Nicht nur die Arbeitnehmer werden bei der Sanierung des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns bittere Pillen schlucken müssen. Auch die Aktionäre müssen auf Grund der an diesem Donnerstag beschlossenen Kapitalerhöhung Abstriche machen. Um "mindestens 500 Mill. Euro" einzunehmen, will das Unternehmen rund 93 Mill. neue Aktien ausgeben. Mit einer entsprechenden Verwässerung des Gewinns pro Aktie und niedrigeren Dividendenzahlungen ist zu rechnen.

Das Grundkapital der Gesellschaft soll um rund 80 Prozent oder 238,186 Mill. auf 539,655 Mill. Euro aufgestockt werden. Die neuen Aktien sollen den Aktionären von einem Bankenkonsortium unter Führung von ABN Amro und Dresdner Bank im Verhältnis acht zu sieben angeboten werden. Für acht alte können sieben neue Aktien bezogen werden. Aber nur wenn der endgültige Bezugspreis bei mindestens 5,38 Euro liegt, wird der angestrebte Emissionserlös erreicht. Die im MDax drehte nach Bekanntgabe der Details zur Kapitalerhöhung ins Minus.

Kapitalerhöhung Erst FÜR 280 MIO Euro Gezeichnet

Bislang haben sich offenbar erst die Mitglieder des Stimmrechtspools Madeleine Schickedanz sowie die mit der Allianz verbundenen Unternehmen bereit erklärt, neue Aktien aus der Kapitalerhöhung zu beziehen - für insgesamt 280 Mill. Euro. Voraussetzung dafür ist, dass Karstadt-Quelle einen Bankenkredit in Höhe von 1,75 Mrd. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren erhält.

Dieser Kredit ist auch Voraussetzung für die Zusage der Konsortialbanken, die neuen Aktien zu einem Mindestpreis von 4,00 Euro zu übernehmen. Sollten keine 5,38 Euro erzielt werden können, gilt ein Bezugsverhältnis von etwa sechs zu 7. Dann können für sechs alte sieben neue Aktien bezogen werden. Und wenn am Ende keine 500 Mill. mit der Kapitalerhöhung eingefahren werden können, soll der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats noch mehr Aktien (aus dem bestehenden genehmigten Kapital) ausgeben können. All dem muss aber zuerst noch eine außerordentliche Hauptversammlung zustimmen, zu der Karstadt-Quelle am 22. November einlädt.

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