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Karstadt-Quelle senkt Umsatzprognose für 2004: Erwartet nun Rückgang von 7%

Der tief in der Krise steckende Handelskonzern Karstadt-Quelle hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt und erwartet nun einen Rückgang von etwa sieben Prozent. Zuvor war das Unternehmen noch von einem Schwund von 4,5 bis fünf Prozent ausgegangen.

dpa-afx ESSEN. Der tief in der Krise steckende Handelskonzern Karstadt-Quelle hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt und erwartet nun einen Rückgang von etwa sieben Prozent. Zuvor war das Unternehmen noch von einem Schwund von 4,5 bis fünf Prozent ausgegangen. Die Umsatzentwicklung der Kernmarken sei derzeit beeinträchtigt, berichtete das Unternehmen am Mittwoch in Essen.

"Das umfangreiche Restrukturierungsprogramm ist auch mit gravierenden Maßnahmen auf der Personalseite verbunden", meldete Karstadt-Quelle. "Dies hatte über mehrere Wochen eine hohe Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit zur Folge. Als negative Begleiterscheinung verzeichneten wir eine durch die Verunsicherung der Kunden entstandene Kaufzurückhaltung."

Quartalsumsatz Schrumpft

Im dritten Quartal sank der Konzernumsatz um 5,9 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro. Von dpa-AFX befragte Experten hatten mit einem etwas deutlicheren Rückgang auf 3,125 Mrd. Euro gerechnet. Konzernchef Christoph Achenbach hatte Ende September allerdings angekündigt, dass der Quartalsumsatz nach vorläufigen Berechnungen um 8,2 Prozent sinken werde.

Der Essener Konzern betonte nun: "Die Entwicklung ist weiterhin unbefriedigend, lag aber im Rahmen unserer moderaten Erwartungen." In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2004 setzte Karstadt-Quelle 10,1 Mrd. Euro um - sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Mit seinem Quartals-Umsatz von 3,2 Mrd. Euro lag der angeschlagene Konzern leicht über den Erwartungen der Analysten. Diese waren von von 3,13 Mrd. Euro ausgegangen.

Ebta-Verlust

Der um Sonderfaktoren bereinigte Konzernverlust vor Ertragsteuern und Firmenwertabschreibungen (Ebta) verharrte im dritten Quartal bei 31 Mill. Euro. Die Belastungen durch den Umsatzrückgang seien durch die inzwischen fortgeschrittenen Programme zum Kostenabbau ausgeglichen worden, teilte Karstadt-Quelle mit.

Das Quartals-Ebta enthalte im laufenden Jahr Sonderfaktoren in Höhe von 1,1 Mrd. Euro, die sich als Folge der Umstrukturierung und Neuausrichtung des Karstadt-Quelle-Konzerns ergäben. Inklusive dieser außerordentlichen Ergebnisbelastung belief sich der Ebta-Verlust auf minus 1,1 Mrd. Euro./f

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