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Karstadt-Quelle umwirbt Investoren - Warenhaus-Umsätze stabilisiert

Der angeschlagene Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle hat einen schleppenden Beginn des Bezugsrechtehandels für seine 500 Mill. Euro umfassende Kapitalerhöhung eingeräumt. Erst am Ende der Bezugsfrist am 13.

dpa-afx ESSEN. Der angeschlagene Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle hat einen schleppenden Beginn des Bezugsrechtehandels für seine 500 Mill. Euro umfassende Kapitalerhöhung eingeräumt. Erst am Ende der Bezugsfrist am 13. Dezember werde sich zeigen, ob die gesteckten Ziele erreicht werden können, sagte Konzernsprecher Jörg Howe am Donnerstag. Im zuletzt arg geschrumpften Warenhaus-Geschäft hätten sich die Umsätze im November "über Plan" entwickelt. Konkrete Zahlen nannte er nicht.

Das Unternehmen will durch die Ausgabe von 93,04 Mill. neuen Aktien rund 535 Mill. Euro (vor Kosten) in die Kassen spülen. Rund 280 Mill. Euro sind bereits durch die Großaktionäre Madeleine Schickedanz (Pool) und Allianz/Dresdner gezeichnet worden. Der Bezugspreis beträgt 5,75 je Aktie. Der Sprecher bekräftigte die Aussage, eine mögliche Wandelanleihe werde ein Volumen von "mindestens 125 Mill. Euro" haben. Eine Entscheidung darüber werde frühestens Mitte Dezember erwartet.

Roadshow

Wie das "Handelblatt" berichtete, werde aber ein Volumen von bis zu 200 Mill. Euro nicht ausgeschlossen. Ob und wann die Anleihe ausgegeben werde, sei noch völlig offen, sagte Howe. Bei einer Wandelanleihe könnten die Investoren die Spezialanleihe nach einer bestimmten Frist in Aktien des Emittenten tauschen.

Das Management des Essener Warenhaus- und Versandhandelsriesen präsentiert sich derzeit in Deutschland und im Ausland Investoren, um für die Kapitalerhöhung zu werben. Die Roadshow in London sei auf positives Echo gestoßen, erklärte Howe. Die erfolgreiche Kapitalerhöhung ist Bedingung für die Umsetzung der mit den Gläubigerbanken vereinbarten Kreditlinien über 1,75 Mrd. Euro.

Karstadt-Quelle hatte sich die Kreditzusage der Banken mit umfassendenden Konzessionen erkaufen müssen. So verpflichtete sich das Unternehmen unter anderem, die Beteiligung an seinen wesentlichen Tochtergesellschaften sowie an der Thomas Cook AG plus seinen gesamten inländischen Grundbesitz zu verpfänden.

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