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Karstadt steigert Halbjahresumsatz durch Zukäufe

Der Warenhauskonzern gibt sich optimistisch. Er bekräftigte seine Ergebnisprognose, wies jedoch auf Risiken durch die unsichere Konjunktur hin. Bislang ist die Bilanz aber positiv. Auch der elektronische Handel läuft gut: Im Internetgeschäft verbuchte KarstadtQuelle im Halbjahr ein Umsatzplus von 125 Prozent. Für das Gesamtjahr erwarte der Konzern im elektronischen Handel einen Umsatzplus von 50 Prozent.

Reuters DÜSSELDORF. Der größte europäische Warenhaus- und Versandhandelskonzern KarstadtQuelle AG hat seine Ergebnisprognose bekräftigt, aber auf Risiken durch die unsichere Konjunktur hingewiesen. "Wir gehen von einem Ergebnisanstieg von mindestens 25 Prozent aus", sagte Firmenchef Wolfgang Urban am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Düsseldorf. Prognosen seien jedoch risikobehaftet. "Unvorhersehbare konjunkturelle Entwicklungen können den Geschäftsverlauf beeinflussen." Der Essener Konzern hatte im ersten Halbjahr 2001 den Umsatz nur durch Zukäufe gesteigert. Vor 700 Aktionären erwähnte Urban die in den Pressemitteilung genannte Umsatzprognose für 2001 von knapp sieben Prozent nicht.

Urban, der vor rund zehn Monaten den 18 Jahre lang an der Spitze des Konzern stehenden Walter Deus abgelöst hatte, sieht den Konzern trotz abflachender Konjunktur gut gerüstet. Die Planziele seien sorgfältig und realistisch. Doch habe eine Reihe führender Wirtschaftsinstitute die Erwartungen für den Einzelhandel gedämpft. "Eine weitere Reduzierungen der Erwartungen ist aus meiner Sicht in den nächsten Monaten nicht auszuschließen", sagte Urban. Zudem ließen sich derzeit die Auswirkungen der zum Herbst geplanten Streichung des Rabattgesetzes und der Zugabenverordnung nicht abschätzen.

Wachstum vor allem im Sport- und Modebereich



Wachsen will der Konzern nach Urbans Worten vor allem im Warenhausbereich und insbesondere im Sport- und Modegeschäft. Zur Straffung der Verwaltung sollen im Warenhausbereich bis März 2000 gut 40 Prozent der regionalen Verwaltungszentren schließen, kündigte der Konzernchef an. Bei den Versandhandelstöchtern Quelle und Neckermann will Urban Synergien heben und Logistik, Call-Center und Verwaltungsfunktionen zusammenführen. Gut entwickele sich der elektronische Handel, stellte Urban heraus. Im Internetgeschäft verbuchte KarstadtQuelle im Halbjahr ein Umsatzplus von 125 Prozent auf 356 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwarte der Konzern im elektronischen Handel einen Umsaztplus von 50 Prozent auf 665 Millionen Euro. 2003 soll diese Sparte rund 1,5 Milliarden Umsatz erzielen, bekräftige der Konzernchef seine vor einem halben Jahr genannte Prognose. Von Januar bis Juni 2001 steigerte der Konzern seinen Umsatz um 3,8 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Bereinigt um Zukäufe, insbesondere der Textilkette SinnLeffers, sei der Vorjahreswert indes um ein Prozent unterschritten worden. Das stärkste Plus beim Umsatz verbuchte der Konzern in den Warenhäusern und Fachgeschäften mit 7,4 Prozent. Der Umsatz im Versandhandel legte dagegen nur um 0,6 Prozent zu, nachdem im Vorjahres- Halbjahr noch ein Umsatzplus von 8,3 Prozent eingefahren worden war.

Die KarstadtQuelle-Aktie notierte am Donnerstagmittag in einem sehr freundlichen Börsenumfeld mit 35,00 Euro unverändert zu ihrem Vortagesschluss.

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