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Karstadt: Umsatzrückgang und ernste Verkaufsgespräche

Nach den deutlichen Umsatzverlusten durch die anhaltenden Diskussionen über die Krise bei Karstadt-Quelle hat sich das Unternehmen nach eigenen Angaben wieder etwas gefangen.

dpa-afx BERLIN. Nach den deutlichen Umsatzverlusten durch die anhaltenden Diskussionen über die Krise bei Karstadt-Quelle hat sich das Unternehmen nach eigenen Angaben wieder etwas gefangen. "In den Tagen mit all den Schreckensmeldungen haben wir dann etwa fünf Prozent verloren", sagte Warenhausvorstand Helmut Merkel der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Bis zur Bekanntgabe des Sanierungskonzepts am 27. September hätten die Umsatzerlöse noch über dem Vorjahr gelegen. "Man kann sehr deutlich erkennen, dass mit jeder schlechten Nachricht die Umsätze herunter gegangenen sind. Jetzt beruhigt sich die Sache wieder". Mit einer Imagekampagne will der Konzern ab Mitte November wieder mehr Kunden in die Geschäfte locken.

Optimistisch äußerte sich Merkel in der "Welt" über den Fortgang des Verkaufsprogramms. "Wir glauben, dass wir bis Mitte November unsere Starbucks-Anteile an die amerikanische Starbucks-Mutter abgegeben haben." Die Gespräche über die Fachmarktketten "Runners Point" und "Golf House" liefen "sehr gut. Da stehen alle großen internationalen Sporthandelsketten auf der Interessenliste", sagte Merkel. Ernsthafte Interessenten gebe es auch für Wehmeyer und Sinn Leffers. - Die Fachhandelsketten sollen im Laufe des nächsten jahre verkauft sein.

Für die 77 kleineren Warenhäuser, die im Paket verkauft werden sollten, gebe es "fünf sehr ernsthafte Interessenten" aus dem In- und Ausland, erläutere Merkel. Mit drei von ihnen gebe es konkrete Verhandlungen. Sollten die Filialen nach drei Jahren nicht verkauft sein, sei auch ein Verkauf an die Angestellten (Management Buy Out) möglich. "Aber daran denken wir im Moment noch nicht", versicherte Merkel.

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