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Karstadtquelle gibt Warenhäuser und Fachgeschäfte ab - Investoren gesucht

Der schwer angeschlagene Warenhauskonzern Karstadtquelle will mit Einschnitten im Kerngeschäft und der Trennung von Randsegmenten wieder auf Kurs kommen. Geplant sei im Warenhausbereich die Konzentration auf 89 große Warenhäuser mit über 8 000 Quadratmetern Verkaufsfläche, teilte der Konzern am Dienstag in Essen mit. 77 kleinere Häuser sollten in eine eigene Gesellschaft überführt und möglichst bald an einen Investor verkauft werden.

dpa-afx ESSEN. Der schwer angeschlagene Warenhauskonzern Karstadtquelle will mit Einschnitten im Kerngeschäft und der Trennung von Randsegmenten wieder auf Kurs kommen. Geplant sei im Warenhausbereich die Konzentration auf 89 große Warenhäuser mit über 8 000 Quadratmetern Verkaufsfläche, teilte der Konzern am Dienstag in Essen mit. 77 kleinere Häuser sollten in eine eigene Gesellschaft überführt und möglichst bald an einen Investor verkauft werden.

Von seinen Fachgeschäftsketten will sich Karstadtquelle trennen und sich fortan auf Segmente mit höheren Margen konzentrieren. Geplant sei die Abgabe der Modeketten Sinn Leffers und Wehmeyer sowie der Sportketten Runners Point und Golf House. Die geplanten Kostensenkungen belaufen sich dadurch bis 2006 auf 210 Mill. Euro. Der Versandhandel soll stärker spezialisiert und internationalisiert werden. Die beiden Marken Quelle und Neckermann will Karstadtquelle stärker voneinander abgrenzen.

Im Dienstleistungsbereich wollen sich die Essener verstärkte auf handelsnahe und profitable Dienstleistungen konzentrieren. Der IT-Bereich, die Logistik, das Joint-Venture mit der US-Kaffeehauskette Starbucks sowie die Fitness-Center sollten entweder verkauft oder ausgelagert werden. Das mit der Deutschen Lufthansa betriebene Reiseunternehmen Thomas Cook bleibe im Konzern, bekräftigte Karstadtquelle frühere Aussagen.

Bei den Immobilien prüft Karstadtquelle die Abspaltung bis 2006 in eine börsennotiertes Immobilienunternehmen. Angaben zum geplanten Arbeitsplatzabbau machte Karstadtquelle nicht. Dem Vernehmen nach sollen 8 500 der insgesamt rund 100 000 Stellen abgebaut werden, davon 6 000 im Warenhausgeschäft.

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