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Kartellamt fordert weitere Unterlagen von Energiekonzernen an - Strompreise

Das Bundeskartellamt hat bei der Überprüfung der Netzentgelte weitere Informationen von den Energiekonzernen angefordert. "Wir haben die Unternehmen aufgefordert, uns weitere Unterlagen zu schicken", sagte eine Behördensprecherin am Donnerstag in Bonn. Bislang seien diese nicht eingegangen.

dpa-afx BONN. Das Bundeskartellamt hat bei der Überprüfung der Netzentgelte weitere Informationen von den Energiekonzernen angefordert. "Wir haben die Unternehmen aufgefordert, uns weitere Unterlagen zu schicken", sagte eine Behördensprecherin am Donnerstag in Bonn. Bislang seien diese nicht eingegangen. Die Sprecherin wies den Vorwurf von Eon-Chef Wulf Bernotat zurück, wonach das Kartellamt mit der Untersuchung nur "Effekthascherei" betreibe.

Im Sommer hatten Vattenfall Europe und andere Unternehmen eine Anhebung der Netzgebühren um bis zu 28 Prozent angekündigt. Das Kartellamt hatte daraufhin eine Überprüfung der Gebühren eingeleitet. "Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Wir sind weiter in Gesprächen mit den Unternehmen", sagte die Sprecherin.

Strompreis-Erhöhung

Eon-Vorstandschef Bernotat übte harsche Kritik am Vorgehen der Bonner Wettbewerbshüter. "Die Überprüfung des Bundeskartellamts geht offenbar sehr schleppend voran", sagte er der "Financial Times Deutschland" (FTD, Donnerstagausgabe). Das Kartellamt habe offenbar keine gravierenden Vorstöße der großen Stromversorger gegen das Wettbewerbsrecht festgestellt. Nun müsse die Behörde auch einräumen, dass sie nichts gefunden habe. Eon hatte bereits im vergangenen Jahr seine Netzgebühren kräftig erhöht und will daher an der neuerlichen Preisrunde nicht teilnehmen.

Bernotat kündigte weitere Strompreiserhöhungen an: "Wo unsere Regionalversorger durch höhere Einkaufspreise und Netznutzungsgebühren belastet werden, geben sie diese Belastung weiter", sagte er. Kürzlich hatte Eon noch ein Einfrieren der Strompreise vorgeschlagen, bis die Regulierungsbehörde für den Energiemarkt ihre Arbeit aufnimmt. Die Behörde soll Anfang 2005 ihre Arbeit aufnehmen.

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