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Kartellamt leitet Verfahren gegen Stromnetzbetreiber ein

Das Bundeskartellamt hat gegen mehrere Stromnetzbetreiber wegen wettbewerbsrechtlich unzulässiger Kostenforderungen an Konkurrenten Verfahren eingeleitet.

dpa BONN. Es bestehe der Verdacht, dass neuen Stromanbietern unangemessene Kosten für so genannte Regelenergie in Rechnung gestellt worden seien, teilte das Kartellamt am Dienstag in Bonn mit.

Das Missbrauchsverfahren richtet sich gegen die Bewag AG, die Energie Baden-Württemberg (EnBW) Transportnetze AG, die Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) und die Vereinigte Energie Werke AG (VEAG). Bei diesen vier Unternehmen bestehe kein nachvollziehbarer Bezug zwischen den tatsächlichen Beschaffungskosten und den Preisen für die Regelenergie.

Differenzen zwischen der Einspeisung von Elektrizität und der tatsächlichen Stromentnahme müssen von den Netzbetreibern kurzfristig ausgeglichen werden, da Energie nicht speicherbar ist. Dieses regelt der Netzbetreiber durch Zu- oder Abschalten von Kraftwerken.

Anders als die großen Verbundunternehmen könnten kleinere Firmen, die nach der Liberalisierung ins Stromgeschäft eingestiegen sind, auf Grund ihrer geringeren Kundenzahl ungeplante Strommehr- oder minderentnahmen weniger gut ausgleichen, erläuterte das Kartellamt. Sie hätten folglich einen höheren Regelenergiebedarf. Durch unangemessene Preise für die erforderliche Regelenergie drohten sie erheblich belastet zu werden.

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