Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen
Bertelsmann Springer übernimmt Leske + Budrich

Der Bertelsmann-Konzern will seine zum Verkauf stehende Fachverlagsgruppe Bertelsmann Springer mit dem sozialwissenschaftlichen Verlag Leske + Budrich stärken. Bertelsmann Springer übernehme den Verlag aus Opladen, der im vergangenen Jahr unter anderem die PISA-Studie veröffentlichte, rückwirkend zum Jahresanfang, teilte die Bertelsmann-Sparte am Montag mit.

Reuters BERLIN. Leske + Budrich solle bis 2004 mit dem Westdeutschen Verlag in Wiesbaden zusammengeführt werden, der sich ebenfalls auf Sozial- und Geisteswissenschaften spezialisiert hat. Zusammen entstünde ein Verlag mit jährlich rund 550 Buch-Neuerscheinungen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Bertelsmann Springer habe die Übernahme schon länger vorbereitet, erläuterte eine Sprecherin die Akquisition so kurz vor dem geplanten Verkauf der gesamten Gruppe. "Käufe dieser Größenordnung gehören bei uns zum normalen Geschäft."

Bertelsmann, weltweit der fünftgrößte Medienkonzern, befindet sich mitten in den Verhandlungen zum Verkauf von Bertelsmann Springer, der größten Fachverlagsgruppe Deutschlands. Nach Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen sind die Gespräche mit den britischen Investmenthäusern Cinven und Candover in der Endphase.

Diese hätten mehr als 1 Mrd. Euro geboten und sich damit gegen die konkurrierenden Interessenten, der US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone und einem Team des britischen Wissenschaftsverlags Taylor & Francis und dem Finanzinvestor Apax Partner, durchgesetzt, hatte es Ende vergangener Woche in den Kreisen geheißen. Ein Abschluss der Gespräche könne schon in den nächsten Tagen erfolgen. Mit dem Verkauf will Bertelsmann seinen Schuldenstand auf unter 2 Mrd. Euro drücken.

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