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Kartellamt untersagt Deutscher Post Übernahme von Transoflex

Das Bundeskartellamt hat der Deutschen Post die Übernahme der Transoflex Schnell GmbH-Lieferdienste untersagt. Der Zusammenschluss würde zur Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung auf dem Markt für Geschäftskundenpakete führen, teilte das Kartellamt am Montag in Bonn mit.

dpa BONN. Dennoch kann die Post auf Grund einer Ausnahmeregelung Transoflex unter strengen Auflagen übernehmen. Das Kartellamt hatte dazu Ende September seine Zustimmung erteilt, um die Existenz von Transoflex nicht zu gefährden. Der Vollzug des Zusammenschlusses werde vor einer endgültigen Entscheidung gestattet, hatte die Behörde mitgeteilt.

Trotz der Ausnahmeregelung hält das Kartellamt an seiner Position fest. "Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen muss sich die Post AG von ihrer Beteiligung an Transoflex trennen", sagte Kartellamtspräsident Ulf Böge am Montag. Der Post werde sowohl der bereits im Juli 1997 vollzogene Erwerb einer 24,8-prozentigen-Beteiligung als auch die im Juli 2001 angemeldete Aufstockung der Beteiligung auf 100 % untersagt.

"Eine endgültige Klärung wird nun durch die Gerichte erfolgen", sagte Post-Sprecher Martin Dopychai. Gegen die Entscheidung vom Montag werde die Post sofort Einspruch einlegen. Einen Verkauf der bisherigen Beteiligung schloss Dopychai aus. Die juristische Auseinandersetzung werde rund fünf Jahre dauern. In der Zeit könne die Post in das Unternehmen investieren und den eingeschlagenen Sanierungskurs fortsetzen.

75,2 % der Anteile von Transoflex hält die Bayerische Landesbank, die dafür einen Käufer sucht. Nach Angaben von Dopychai hätten ausländische Unternehmen in der Vergangenheit stets abgewunken. Schließlich sei der Post der Einstieg erlaubt worden.

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