Kartellbehörden müssen noch zustimmen
Degussa verkauft Phenolchemie an INEOS-Gruppe

Der Spezialchemie-Anbieter Degussa hat die angekündigen Verkäufe von Randgeschäftsfeldern fortgesetzt und seine Tochter Phenolchemie für 825 Millionen Mark an die britische INEOS-Gruppe veräußert.

Reuters DÜSSELDORF. Der Vertrag sei am 30. März abgeschlossen worden, teilte Degussa am Mittwoch mit. Eine Zustimmung der Kartellbehörden stehe noch aus. Über weitere Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart worden. Nach Angaben einer Sprecherin ist nun etwa die Hälfte der bis 2002 angekündigten Verkäufe abgearbeitet, die Erlöse von insgesamt rund 3 Milliarden Euro einbringen sollen. Diese Mittel sollen früheren Angaben zufolge in den Ausbau der Wachstumssparten fließen.

Die Phenolchemie der mehrheitlich zum Eon-Konzern gehörenden Degussa ist den Angaben zufolge Weltmarktführer in der Produktion von Phenol und Aceton. Mit Stammsitz in Gladbeck und weiteren Werken im belgischen Antwerpen sowie in den USA habe dieses Geschäft im abgelaufenen Jahr mit rund 700 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,17 Milliarden Euro erzielt.

Auf der Bilanzpressekonferenz hatte Degussa-Chef Utz-Hellmut Felcht gesagt, ein Großteil der nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten solle noch in diesem Jahr verkauft werden. Das gesamte Programm solle innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der aus der Verschmelzung von SKW Trostberg und alter Degussa entstandene Konzern früheren Angaben zufolge zweistellige prozentuale Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn. Für das laufende Jahr hatte Konzernchef Felcht Ende März ein einstelliges Wachstum angekündigt. Angesichts der geplanten Verkäufe und möglicher Zukäufe in Kerngeschäften sei eine Umsatzprognose aber schwierig, hatte Felcht gesagt. 2000 war das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 48 Prozent auf 986 Millionen Euro gestiegen. Es lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

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