Kartellstreit
Microsoft will Klagen durch Milliardenspende an Schulen beilegen

Die Microsoft Corp. will nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) rund 1,1 Milliarden US-Dollar aufwenden, um mehr als 100 private Klagen im Rahmen ihres Kartellstreits mit der US-Regierung abzuwenden.

dpa-afx LONDON. Davon würden öffentliche Schulen profitieren, berichtet die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf mit dem Fall befasste Rechtsanwälte.

Der US-Softwarekonzern habe grundsätzlich zugestimmt, binnen fünf Jahren Software und Computer an mehr als 14 000 der ärmsten Schulen in den USA zu verteilen. Alleine die Software habe einen Wert 900 Mill. $. Außerdem wolle Microsoft in diesem Zeitraum 200 000 überholte Computer und Laptops sowie 90 Mill. $ für die Schulung von Lehrern und 38 Mill. für technische Unterstützung bereit stellen. Dazu kämen 250 Mill. $ für eine unabhängige Stiftung und 200 Mill. $ für einen entsprechenden Fonds.

Der US-Bezirksrichter Frederick Motz in Baltimore, der über die Sammelklage entscheidet, müsse die Vereinbarung noch billigen, berichtet die Zeitung. Die Kläger werfen Microsoft vor, seine Marktstellung zu missbrauchen und Millionen Computerkäufern in den USA zu viel berechnet zu haben. Wird die Vereinbarung gut geheißen, werden mehr als 100 Klagen fallen gelassen, berichtet das "Wall Street Journal". Eine Einigung betreffe aber nicht das jüngste Microsoft-Produkt, Windows XP.

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