Kartellverfahren
EU Entscheidung über Post AG möglicherweise noch 2000

dpa BRÜSSEL. Die EU-Kommission bearbeitet das neue Post - Kartellverfahren mit Hochdruck und könnte noch in diesem Jahr eine Entscheidung fällen. Ende Oktober werde die Deutsche Post AG (Bonn) zu einer Anhörung nach Brüssel geladen, wenn das Unternehmen dies wünsche, sagte der Sprecher des EU-Wettbewerbskommissars Mario Monti am Montag in Brüssel.

Bei einer Anhörung hat das Unternehmen die Möglichkeit, auf Vorwürfe Brüssels zu reagieren und seine Sicht des Falls darzustellen. Die Deutsche Post AG wird am 6. November an die Börse gebracht. Für die Börseneinführung wird der Bund zunächst in einer ersten Tranche zwischen 25 und 33 % seiner Anteile anbieten.

Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern könnte die Kommission die Deutsche Post in dem vor einem Monat eröffneten Kartellfall beispielsweise verpflichten, künftig an Großkunden keine Rabatte mehr im großen Stil einzuräumen. In dem Verfahren geht es einerseits um mutmaßliche Großrabatte für Versandhäuser, also den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung der Post. Daneben geriet auch das deutsche Briefporto ins Visier der Wettbewerbshüter. In Kartellfällen ist die Kommission nicht an Fristen gebunden. Üblicherweise ziehen sich große Verfahren über ein Jahr und länger hin.

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