Kartellverfahren
Knauf wehrt sich gegen Vorwürfe der EU

Der Baustoffhersteller Knauf wehrt sich gegen Vorwürfe der EU-Kommission, mit europäischen Konkurrenten verbotene Preisabsprachen getroffen zu haben. Knauf werde die Entscheidung über ein Strafgeld in Höhe von rund 86 Mill. Euro anfechten, sagte der Leiter der Rechtsabteilung des Unternehmens im unterfränkischen Iphofen, Jörg Schanow.

HB/dpa IPHOFEN. "Wir halten die Vorwürfe für unberechtigt", erklärte Schanow am Freitag. Laut EU-Kommission hat sich Knauf bei Rigipsplatten mit Branchenunternehmen in einem Kartell verständigt.

Die Firma Gebrüder Knauf Westdeutsche Gipswerke kündigte an, in den nächsten Wochen eine Klageschrift einzureichen. Erst am Mittwoch dieser Woche sei dem Unternehmen die ausführliche Begründungsschrift der EU-Kommission zugegangen, sagte Schanow. Die Behörde hatte die Entscheidung am 27. November in Brüssel bekanntgegeben.

Neben Knauf wurden drei weitere europäische Baustoffhersteller wegen der Beteiligung an einem Kartell belangt. Sie sollen mit knapp einer halben Milliarde Euro das zweithöchste Kartellbußgeld in der EU-Geschichte zahlen. Der Löwenanteil entfällt auf den französischen Lafarge-Konzern. Entsprechende Bußgeldbescheide der EU hatten außerdem die britische Firma BPB plc und die Gyproc Benelux erhalten.

Das Familienunternehmen Knauf ist nach eigenen Angaben einer der führenden Hersteller von Baustoffen in Europa. Der Betrieb mit mehr als 16 000 Mitarbeitern erzielt jährlich einen Umsatz von über 2,5 Mrd. Euro.

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