Kassensturz brachte Klarheit
Schneider Technologies senkt Ergebnisprognose

Der Unterhaltungselektronik-Hersteller Schneider Technologies erwartet entgegen früheren Prognosen nun für 2001 einen Verlust, nachdem sich Firmenangaben zufolge höhere Ergebnisbelastungen als bislang bekannt ergeben haben.

Reuters TÜRKHEIM. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde noch deutlich schlechter ausfallen als im Vorjahr, als Schneider einen Ebit-Verlust von 3,5 Mill. DM hinnehmen musste, teilte das Unternehmen am Montag mit. Eine Bestandsaufnahme nach dem Rücktritt von Vorstandschef Benedikt Niemeyer Ende Oktober habe weitaus größere Ergebnisbelastungen ergeben als bisher gedacht. Nun werde der auf zwei Mitglieder reduzierte Vorstand vor allem die Personalkosten senken. Die Aktie brach nach der Mitteilung um 28 % auf ein Jahrestief von 3,71 €ein.

Niemeyer hatte noch ein positives Ebit in Aussicht gestellt. Eine Sprecherin sagte, er habe sich mit seinen Prognosen zu weit nach vorne gewagt. Der übrige Vorstand habe diesen Optimismus nicht geteilt.

Zusätzlich belastet werde Schneider von der Konjunkturflaute in Deutschland und Europa, teilte das Unternehmen weiter mit. Die Tochter Schneider Electronics habe dem Abwärtstrend in der Unterhaltungselektronik bisher zwar mit einem Umsatzplus von 7,2 % widerstanden. In den umsatzstarken Monaten September und Oktober sei aber ein massiver Preisdruck aufgetreten. Der Umsatz des Konzerns, der im vergangenen Jahr 440 Mill. DM erreicht hatte, solle 2001 wie geplant um einen einstelligen Prozentsatz steigen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%