Katastrophen und Unfälle 2002
Die große Flut: Todesopfer, Leid und Milliardenschäden

Gewaltige Fluten, verwüstete Landstriche, zerstörte Existenzen: Tagelang heißt es im Sommer 2002 in Teilen Tschechiens, Österreichs und Deutschlands "Land unter".

HB/dpa HAMBURG. Am 11. August löst Tief "Ilse" mit gewaltigen Niederschlägen in der Erzgebirgsregion in Deutschland das Jahrhunderthochwasser aus. Im Osten Deutschlands sterben mehr als 20 Menschen in den Fluten der Elbe, Mulde und Weißeritz. Zehntausende müssen auf der Flucht in Notunterkünfte, viele verlieren ihre Existenzgrundlage. In vielen Regionen wird der Katastrophenalarm ausgerufen. Im Dauereinsatz versuchen Zehntausende von Helfern und Soldaten, die Fluten mit Sandsäcken und Barrieren aufzuhalten. Ein Gefühl großer Solidarität - auch ausgedrückt in Spendenbereitschaft - verbindet in der Not.

Mit einem Milliarden-Programm greifen in Deutschland Bundesregierung und Länder den Opfern des Desasters unter die Arme. Zerstörte Häuser, unterspülte Straßen und Bahndämme, vom Wasser beschädigte Kulturgüter: Besonders betroffen ist Sachsen. Aber auch die Menschen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen kämpfen gegen die oft verheerenden Auswirkungen der Wassermassen. Entgegen frühen, weitaus höheren Schätzungen verursachen die Fluten einer ersten Bilanz der Bundesregierung zufolge einen Schaden von 9,2 Milliarden Euro.

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