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Katholikentag beginnt in Ulm

Ulm (dpa) - Mit einem Grußwort von Papst Johannes Paul II. wird heute in Ulm der 95. Deutsche Katholikentag eröffnet. Rund 25 000 Dauerteilnehmer können bis Sonntag unter mehr als 800 Veranstaltungen wählen.

Ulm (dpa) - Mit einem Grußwort von Papst Johannes Paul II. wird heute in Ulm der 95. Deutsche Katholikentag eröffnet. Rund 25 000 Dauerteilnehmer können bis Sonntag unter mehr als 800 Veranstaltungen wählen.

Beim ersten ökumenischen Kirchentag vor einem Jahr in Berlin waren es mehr als 200 000 Teilnehmer gewesen. Zu den Hauptveranstaltungen des Katholikentags gehört ein Podium mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, und dem Tübinger Theologen Hans Küng über die Zukunft der Kirche.

Für die katholische Kirche des 21. Jahrhunderts ist es nach Ansicht Küng das Wichtigste, «endlich die Eierschalen des 11. Jahrhunderts abzustreifen: Zölibatsgesetz, klerikale Bevormundung, päpstlichen Zentralismus und Absolutismus». Nach Johannes Paul II. wäre ein evangelisch gesinnter Papst wünschenswert, «der den deprimierenden Reformstau in der Kirche beseitigt», sagte der Theologe, dem der Vatikan 1979 die Lehrbefugnis entzogen hatte, in einem dpa-Gespräch «Drei Fragen, drei Antworten». Küng kritisierte, so wörtlich, «totalitäre Züge» der Kirche. Er sprach von einer «Gleichschaltung der Bischöfe», Maulkörben für kritische Theologen und Frauendiskriminierung.

Zu den politischen Gästen des Christentreffens gehören die CDU - und SPD-Parteivorsitzenden Angela Merkel und Franz Müntefering. Diskutiert wird über Themen wie die Zukunft der Alterssicherung, das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, die Grenzen der Gentechnik aus ethischer Sicht, die Folgen der Globalisierung für Nord und Süd sowie der Dialog mit dem Islam.

Nach der Eröffnungsfeier auf dem Ulmer Münsterplatz beginnt ein «Abend der Begegnung» in der Innenstadt mit kulinarischen Köstlichkeiten, Info-Ständen und viel Live-Musik.

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