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Katzav erwartet mehr Engagement der Europäer gegen Antisemitismus

Der israelische Präsident Mosche Katzav erwartet von den europäischen Staaten ein entschiedenes Vorgehen gegen den neuen Antisemitismus. „Der neue Antisemitismus ist ein Antisemitismus, der die Existenz des Staates Israel in Frage stellt.“

dpa JERUSALEM/WIEN. Der israelische Präsident Mosche Katzav erwartet von den europäischen Staaten ein entschiedenes Vorgehen gegen den neuen Antisemitismus. "Der neue Antisemitismus ist ein Antisemitismus, der die Existenz des Staates Israel in Frage stellt."

Das sagte Katzav am Vorabend seines historischen Staatsbesuchs in Österreich der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Montag. Dieser neue Antisemitismus habe die arabischen Länder ergriffen. "Wenn diese extremistischen Muslime die Möglichkeit hätten, ein Massaker an Juden anzurichten, würden sie es tun", betonte der israelische Präsident.

Es gebe Länder in der EU, die gegen den Antisemitismus vorgingen, fügte Katzav hinzu. "Alle europäischen Führer sind besorgt. Ich lobe einen Teil der Länder, weil sie Schritte unternehmen. Ich erwarte von Europa, Gesetze (gegen den Antisemitismus) zu verabschieden, diese dann aber auch durchzusetzen."

Katzav nannte es legitim, die israelische Regierung zu kritisieren. Die Unterstellung, Israel setze Kritik mit Antisemitismus gleich, sei jedoch "ein typisches Argument von Antisemiten". Doch dürfe Kritik nicht in Hetze ausarten. "Wenn man Israel mit den Nazis vergleicht, dann ist es Antisemitismus. Wenn man die Leiden der Israelis ignoriert und einseitig nur über das schreckliche Leiden der Palästinenser redet, dann ist das Antisemitismus."

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