Kaufangebot gilt nur noch bis zum 10. November
OM-Gruppe soll Übernahme zurückziehen

Die Londoner Börse hat den schwedischen Finanzmarktbetreiber OM Gruppen aufgefordert, sein feindliches Übernahmeangebot für die Börse zurückzunehmen.

Reuters LONDON. Die Londoner Börse hat den schwedischen Finanzmarktbetreiber OM Gruppen aufgefordert, sein feindliches Übernahmeangebot für die Börse zurückzuziehen. "Es ist Zeit, dass OM dies (die relativ schwache Akzeptanz des Angebots) zur Kenntnis nimmt und das Angebot zurückzieht, teilte LSE-Chef Don Cruickshank am Montag in London mit. Auslöser für die Aufforderung war eine Mitteilung von OM Gruppen, wonach bisher 2,73 % der Aktionäre der London Stock Exchange (LSE) die Offerte angenommen hätten. Diese Akzeptanz sei bis Freitagabend von den Aktionären der LSE eingegangen, hatte OM Gruppen am Montag in Stockholm mitgeteilt.

LSE-Chairman Cruickshank kommentierte dies mit den Worten: "Die unbedeutende Höhe der Akzeptanz zeigt, dass das Angebot von OM Gruppen unangemessen ist und bei den LSE-Aktionären auf kein oder ein nur geringes Interesse stößt." OM Gruppen hatte Anfang September ein feindliches Übernahmeangebot für die LSE unterbreitet und damit die geplante Fusion zwischen den Börsen in London und Frankfurt zum Scheitern gebracht.

Noch Mitte vergangenen Monats stockte die schwedische Gesellschaft ihre Offerte auf umgerechnet bis zu 3,5 Mrd. DM auf. Bis vergangenen Freitag hätte der Eigentümer und Betreiber der Stockholmer Börse das Angebot nochmals nachbessern können, was er jedoch unterließ. Das Kaufangebot läuft nun noch bis zum 10. November. Wenn es bis dahin nicht die Mehrheit erhält, gilt es als fehlgeschlagen.

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