Kaufempfehlung bleibt erhalten
Deutsche Bank senkt Kursziel der T-Aktie von 38 auf 31 Euro

dpa-AFX LONDON. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktie der Deutschen Telekom bis zum Jahresende von 38 auf 31 Euro gesenkt. Die Analysten führten drei Gründe für die revidierte Prognose an. Zum einen habe die Bank die geschätzte Bewertung der drei europäischen Mobilfunktöchter T-D1, One 2 One und max.mobil on zuvor 68 Mrd. Euro auf 51 Mrd. Euro gesenkt, schreiben die Analysten Als Grund nannten die Experten sinkende durchschnittliche Umsätze pro Kunde (ARPU) und geringere Ebitda-Margen in diesem Bereich. Zudem sei auch der Marktwert der Unternehmensbeteiligungen - inklusive T-Online - von 19 Mio. auf 14 Mio. Euro gesunken.

Die Deutsche Bank bestätigte die Aktien der Deutschen Telekom nach den Übernahme von Voicestream/Powertel mit "Buy" (Kaufen). Demnach gehen die Analysten davon aus, dass sich die Aktie in den nächsten 12 Monaten im Vergleich zum Markt um mindestens 10 Prozent besser entwickeln wird. Der Rückfluss an T-Aktien durch die Verkäufe der Voicestream- und Powertel-Aktionären dürfte der wichtigste Faktor für die kurzfristige Entwicklung der Aktie sein. Am 30. August endet die Halteperiode für 232 Mio. Aktien der Voicestream-Aktionäre. Am 30. November könnten noch einmal etwa 325 Mio. Aktien auf dem Markt kommen.

Die Analysten reduzierten für das Jahr 2001 infolge der Konsolidierung von Voicestream ihre Prognosen für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um etwa 1 Prozent. Sie erwarten auf Grund der finanziellen Kosten und der Firmenwert-Abschreibungen einen Netto-Verlust von 3,7 Mrd. Euro. Zuvor waren sie einem Minus von 1,9 Mrd. Euro ausgegangen.

Für das Jahr 2002 dagegen erhöhten die Experten ihre Erwartungen für das Ebitda um etwa 2 Prozent. Der Netto-Verlust für das Jahr 2002 dürfte den Analysten zufolge jedoch auf 4,0 Mrd. Euro ansteigen. Zuvor waren sie von einem Fehlbetrag von lediglich 1,0 Mrd. Euro ausgegangen.

Schulden dürften weiter anwachsen

Die Deutsche Telekom wird dem Bericht zufolge Ende des Jahres Schulden in Höhe von 67 Mrd. Euro haben. Zum Ende des ersten Halbjahres veröffentlichte die Deutsche Telekom Netto-Schulden von 68,8 Mrd. Euro, 12 Mrd. Euro mehr als Ende 2000. Bis Ende 2002 dürften die Schulden auf 72 Mrd. Euro anwachsen.

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