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Deutsche Telekom: Analysten halten Dividendenkürzung für möglich

Eine Dividendenkürzung bei der Deutschen Telekom AG schließen die Analysten der ABN Amro Bank nicht aus.

vwd DÜSSELDORF. Es bestehe die entfernte Möglichkeit, dass der Bonner Konzern um des Schuldenabbaus willen auf der Bilanzpressekonferenz im April eine Verringerung der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt geben könnte, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Zusammenfassung einer Investorenkonferenz vom Vortag, auf der das Telekom-Management Rede und Antwort gestanden habe. Allerdings wende sich der Bund als größter Anteilseigner gegen eine Dividendenkürzung. Für 2000 hatte die Telekom 0,62 Euro je Aktie gezahlt.

Das Telekom-Management habe auf der Konferenz eingestanden, dass es Druck verspüre, die Sparte T-Mobile tatsächlich im laufenden Jahr an die Börse zu bringen, um die bis Ende 2002 geplante Verringerung der Verbindlichkeiten auf 50 Mrd Euro verwirklichen zu können. Angesichts der Marktbedingungen ist nach Meinung von ABM Amro der Börsengang im vierten Quartal wahrscheinlicher als im zweiten. Die Telekom erhofft sich von der Platzierung von zehn bis 20 % der Anteile an der T International-Mobile AG einen Erlös von acht Mrd bis zehn Mrd Euro. Kürzlich hatte der Vorstandsvorsitzende Ron Sommer auch eine erneute Verschiebung des IPO nicht ausgeschlossen.

T-Systems ist wahrscheinlich nächster IPO-Kandidat

Der wahrscheinliche nächste IPO-Kandidat ist in den Augen der Analysten die Sparte T-Systems, die einen Schwerpunkt der Konzerndarstellung auf der CeBIT bilden werde. Das Geschäft mit Systemlösungen für Großkunden laufe gut, da angesichts der schwachen Konjunktur Firmen entsprechende Dienste zunehmend auslagerten. Die EBITDA-Marge der Sparte sollte sich von sieben bis acht Prozent in diesem Jahr auf elf bis zwölf Prozent binnen der kommenden zwei bis drei Jahre verbessern.

Für die Sparte T-Com, die das Geschäft mit Festnetztelefonaten umfasst, habe das Telekom-Managment während der Investorenkonferenz innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Margensteigerung um ein bis zwei Prozentpunkte in Aussicht gestellt. Der vierten Säule, T-Online, gehe es finanziell gut. Nach der CeBIT sei eine Erhöhung der Prognosen denkbar, betonen die Analysten. Sie raten zum Kauf der T-Aktie, deren Kurs nach ihrer Ansicht bei 20 Euro angemessen wäre.

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