Archiv
Kauflaune bleibt aus

Das Börsenbarometer zeigte in New York zur Wochenmitte nach unten. Während sich Blue Chips im Tagesverlauf zunächst noch einigermaßen behaupten konnten, zog der Dow Jones Index zu Handelsschluss dann doch noch deutlich ins Minus.

Der Nasdaq Composite fiel um 2,3 Prozent auf 1.918 Zähler und damit unter die wichtige Unterstützungsmarke von 1.950 Punkten. Der Dow Jones Index landete bei 10.345 Zählern, ein Minus von 66 Punkten.

Im Plus halten konnten sich Öl- und Softdrinkaktien. Chipwerte hingegen drehten im Tagesverlauf in Minus. Kleine Ausnahme: Applied Materials. Der Hersteller von Maschinen für die Chipproduktion hatte bereits am Dienstag nach Handelsschluss Geschäftszahlen vorgelegt, die über den Konsensschätzungen lagen.

Weniger rosig sah die Lage bei Motorola und Vitesse Semiconductor aus. Motorola kündigte an, zwei Halbleiterproduktionsanlagen zu schließen. Von dieser Maßnahme dürften in den nächsten zweieinhalb Jahren bis zu 1.200 Arbeitsplätze betroffen sein, so die Firmenleitung.

Bei Vitesse hatte am Mittwoch der Fernsehsender CNBC einen Kursverfall ausgelöst. Nach CNBC-Angaben hat Vitesse die Umsatzprognosen für das laufende vierte Quartal gesenkt. Gegenüber dem dritten Quartal seien die Umsätze gesunken. Das Unternehmen mache dafür die schwache Nachfrage nach Halbleitern verantwortlich. Die Aktie verlor rund acht Prozent an Wert.

Keine große Vorfreude empfanden Anleger wegen der Quartalszahlen von Dell Computer. Das Unternehmen wird am Donnerstag die Geschäftsergebnisse des zweiten Vierteljahres vorlegen. Im Vorfeld senkte die Credit Suisse First Boston die Gewinnaussichten für das laufende und das kommende Geschäftsjahr. Ebenfalls am Donnerstag sind Hewlett-Packard, Kmart, Gap, Ciena und Tiffany mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen an der Reihe. Bereits am Mittwoch nach Handelsschluss hat der Anbieter von Speicherlösungen Brocade das Geschäftsergebnis für das dritte Quartal vorgelegt. Mit fünf Cents pro Aktie wurden die Gewinnerwartungen der Analysten exakt getroffen. Damit ist der Gewinn gegenüber dem Vorjahr allerdings um 40 Prozent gefallen.

Neben Unternehmensmeldungen dürften Investoren einen genaueren Blick auf Konjunkturdaten werfen: Besonders genau werden sie sich wohl die Entwicklung der Verbraucherpreise ansehen. Analysten gehen davon aus, dass keinerlei Inflationstendenzen aus diesen Angaben heraus gelesen werden können. Das wiederum könnte Alan Greenspan zu einer weiteren Zinssenkung in der kommenden Woche veranlanssen. Mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte rechnet die Wall Street ohnehin. Allerdings könnte der Ausblick auf ein schwaches Wirtschaftsumfeld selbst bei einer Zinssenkung die Märkte weiterhin belasten.

Zumindest der Euro profitiert weiterhin von dem trüben Umfeld auf den amerikanischen Märkten. Der Dollar ist gegenüber der europäischen Leitwährung auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten gefallen. Das Reiseziel USA wird damit langsam wieder eine Option in den Reiseplänen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%