Kaufpreis für eine Schweißtechnik-Firma
Messer-Erben streiten mit Aventis und untereinander

Mehr als drei Jahrzehnte haben sie in der Messer Griesheim Gruppe zusammengearbeitet. Doch der Weg von Hoechst (heute Aventis) und der Industriellenfamilie Messer endet nicht in Harmonie - sondern nach Informationen des Handelsblatts vor dem Landgericht Frankfurt.

HB DÜSSELDORF. Dort streiten die einstigen Partner um den Kaufpreis für eine Schweißtechnik-Firma, die die Familienholding Messer Industrie GmbH (MIG) 1999 aus Messer Griesheim herauskaufte. Inzwischen hat der Konflikt jedoch auch die Familie Messer erfasst, der Haussegen in der Gründerfamilie hängt schief. Denn einzelne Familienmitglieder machen Front gegen Stefan Messer, den Geschäftsführer der Familienholding MIG. Mit einem Auskunftsbegehren beim Frankfurter Landgericht will Andrea Giese, eine Schwester von Stefan Messer, detailierte Informationen über verschiedene Transaktionen der MIG erstreiten. In ihrer Klagebegründung übt sie massive Kritik an ihrem Bruder und dessen Geschäftsgebahren als MIG-Chef.

Sie macht ihren Bruder unter anderem für den Wertverlust und Dividendenausfall bei der Messer Griesheim Gruppe verantwortlich, der wichtigsten und lange Zeit einzigen Beteiligung von MIG. Die Familienholding und Stefan Messer sehen dies natürlich anders, sie lasten die Probleme von Messer Griesheim ausschließlich der Expansionspolitik an, die der frühere Firmenchef Herbert Rudolf mit Billigung des damaligen Mehrheitseigners Hoechst und gegen den ausdrücklichen Willen der Familie betrieben habe. MIG bietet Frau Giese an, ihr die Anteile abzukaufen. Frau Giese, die nach eigenen Angaben rund 7 % des MIG-Kapitals hält, wollte sich gegenüber dem Handelsblatt zu dem Streit nicht äußern.

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