Kaufpreis liegt im Rahmen der Erwartungen
Siemens übernimmt wie erwartet Alstom-Sparte

Der Siemens-Konzern übernimmt für 1,1 Milliarden Euro das Industrieturbinen-Geschäft des französischen Alstom-Konzerns und stärkt damit seine gewinnträchtige Sparte Energieerzeugung. Siemens und Alstom bestätigten am Montag den Kauf, über den seit Wochen spekuliert wurde.

Reuters MÜNCHEN/PARIS. "Mit dem Kauf erweitern wir unser Angebot um kleinere und mittlere Gasturbinen", erklärte der Chef des Siemens-Bereichs Energieerzeugung (PG), Klaus Voges, in einer Mitteilung. Die neuen Aktivitäten würden das Service-Geschäft weiter ausbauen. Siemens hatte bei der Sparte PG im zweiten Quartal 2002/03 einen Gewinnrückgang verbucht. Wegen der schwächeren Nachfrage für Anlagen setzt der Bereich jetzt mehr auf Erlöse im Service-Geschäft.

Siemens teilte mit, der Kauf werde in zwei Schritten abgewickelt und brauche die Zustimmung der Kartellbehörden. Alstom erklärte in Paris ergänzend, die Nettoerlöse aus dem Verkauf würden 950 Millionen Euro in bar betragen. Ein Siemens-Sprecher sagte, für den restlichen Betrag von 150 Millionen Euro übernehme Siemens Finanzschulden des Alstom-Bereichs.

Alstom steckt nach Verlusten im Geschäftsjahr 2002 in einer Restrukturierung. Der französische Industriekonzern trennt sich von Geschäftsbereichen, um seine Verschuldung abzubauen. Siemens dagegen hat trotz konjunktureller Belastungen in einigen Geschäftsfeldern genug Liquidität für strategische Zukäufe.

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