Kaufsignal bei 63 Euro
Mittelfristige Kaufsignale bei der Schering-Aktie

Der Pharmawert Schering hat sich in den letzten Monaten vor allem über seine relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt ausgezeichnet. Die Aktie hat zwar seit dem bisherigen Hoch vom September 2000 an Wert verloren, die Verluste haben sich aber im Vergleich zum Deutschen Aktienindex (Dax) in relativ engen Grenzen gehalten. Charttechnisch verläuft bisher die gesamte Korrektur in geregelten Bahnen und hat von daher langfristig einen positiv trendbestätigenden Charakter.

FRANKFURT. Die Korrekturbewegung ist intern in drei markanten Wellen abgelaufen. Übergeordnet hat sich dadurch in den vergangenen zwölf Monaten eine Flaggen-Formation ausgebildet. Diese ist im Sinne der Technischen Analyse eine trendbestätigende Konsolidierungsformation. Sie korrigiert den starken Anstieg vom Oktober 1998 bis auf das Hoch im vergangen Jahr und bildet damit den Grundstock für eine neue Aufwärtsbewegung. Der langfristige Abwärtstrend dieser Formation liegt aktuell bei rund 63 Euro. Diese Marke stellt auch gleichzeitig das strategische Kaufsignal dar.

Mit dem Tief vom 21. September ist der langfristige Aufwärtstrend vom Oktober 1998 bei rund 49 Euro bestätigt worden. Die für die Technische Analyse wichtigen Trendfolgeindikatoren (MACD) haben dieses Tief nicht mehr bestätigt. Damit haben sich positive Divergenzen des Chartbildes gegenüber den unterlegten Indikatoren ausgebildet. Die Aktie baut eine interne strukturelle Stärke auf, die als Sprungfeder für eine bevorstehende mittelfristige Aufwärtsbewegung wirkt. Dazu kommt noch, dass die Indikatoren kurz vor einem strategischen Kaufsignal stehen. Als erstes Fazit kann damit festgestellt werden, dass sowohl die Chart- als auch Indikatorenkonstellation auf eine bevorstehende mittelfristige Trendwende hindeuten.

Kurzfristig ist die Aktie mit dem Kursanstieg der letzten Wochen allerdings leicht überkauft. Mit der Bewegung ist der mittelfristige Abwärtstrend bei 57 Euro deutlich durchbrochen worden. Dieser Trendbruch deutet bereits jetzt darauf hin, dass die Aktie die Tiefstkurse der gesamten langfristigen Korrekturbewegung gesehen hat. Auf Grund des überkauften Zustands kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass der Titel innerhalb der nächsten Tage eine untergeordnete Konsolidierung durchläuft. In dieser kann durchaus nochmals das Ausbruchsniveau des mittelfristigen Abwärtstrends bei zur Zeit 56 Euro getestet werden. Unter dieses Niveau sollte die Aktie allerdings nicht fallen. Sollte das wider Erwarten der Fall sein, wäre der charttechnische Ausbruch gescheitert, was dann im Umkehrschluss die technische Situation der Aktie drastisch verschlechtern würde.

Michael Riesner ist technischer Analyst bei der DG Bank in Frankfurt.

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