Kaufzurückhaltung
Gewinneinbruch bei der Edeka-Tocher AVA

Die börsennotierte Edeka-Tochter AVA hat im ersten Halbjahr 2002 durch die Kaufzurückhaltung der Bundesbürger und expansionsbedingte Anlaufkosten einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Konzernüberschuss ging um fast zwei Drittel auf 19,89 Millionen Euro zurück, teilte die Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher AG (AVA) am Donnerstag mit.

HB/dpa BIELEFELD. Das Bielefelder Unternehmen betreibt unter den Namen Marktkauf und Krane bundesweit rund 400 Filialen. An der Börse gehörte die AVA-Aktie am Donnerstag zu den Verlierern im Aktienindex MDax mit einem Minus von knapp 3 Prozent auf 31,10 Euro.

Am stärksten ging der Baumarkt-Umsatz zurück. Bereinigt um neue Verkaufsflächen sank der Umsatz um 7,2 Prozent. Die Selbstbedienungs- Warenhäuser verzeichneten auf gleicher Fläche ein Umsatzminus von 5,3 Prozent. Bei den Verbrauchermärkten mit hohem Lebensmittelanteil fiel der Umsatzrückgang auf gleicher Fläche mit minus 1,7 Prozent geringer aus. Der Optik-Umsatz nahm um 1,8 Prozent ab. Für das Gesamtjahr 2002 sei auf gleicher Verkaufsfläche kein Umsatzwachstum zu erwarten. Beim Jahresüberschuss werde ein deutlicher Rückgang erwartet. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2002 werde eine bessere zweite Hälfte erwartet.

Im ersten Halbjahr 2002 nahm die Verkaufsfläche der AVA-Linien durch neue Filialen um 43 000 auf 1,76 Millionen Quadratmeter zu. Im Gesamtjahr 2002 will AVA das Filialnetz in Deutschland um 104 000 Quadratmeter erweitern. Außerdem soll in Moskau zum Ende des Jahres mit einem aus Selbstbedienungs-Warenhaus und Baumarkt bestehenden Komplex der erste Standort der AVA im Ausland eröffnet werden.

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