Kaum Beschäftigungseffekte durch Abbau von Überstunden
Hundt warnt Regierung vor Gesetz zum Überstundenabbau

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warnt die Bundesregierung davor, die Unternehmen per Gesetz zum Abbau der Überstunden zu zwingen.

ddp/vwd BERLIN. Es wäre "ökonomischer Unsinn, Überstunden mit der Rasenmähermethode abbauen zu wollen", sagte Hundt. Ein solches Gesetz würde die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beschädigen und Arbeitsplätze gefährden. Hundt warf der Regierung vor, sie habe mit ihrer "Regulierungswut entscheidende Mitschuld, dass wir in Deutschland auf dem Weg zu einem nachhaltigen Abbau der Arbeitslosigkeit nicht vorankommen". Wer jetzt mit einer weiteren Gesetzeskeule drohe, verschärfe die schlechte Stimmung bei den deutschen Unternehmen.

SPD-Fraktionschef Peter Struck hatte am Samstag mit gesetzlichen Regelungen zum Abbau von Überstunden gedroht. Nach Ansicht von Hundt läuft die Drohung schon deshalb ins Leere, weil sich die Zahl der Überstunden derzeit auf einem "historischen Tief" befinde und in den kommenden Monaten weiter verringern werde. Hundt fügte hinzu, alle seriösen Studien zeigten zudem, dass mit einem Abbau von Überstunden kaum Beschäftigungseffekte verbunden seien. Überstunden seien eine unverzichtbare Flexibilitätsreserve der Betriebe bei Auftragsspitzen oder krankheitsbedingten Ausfällen.

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