Kaum Besserung in Sicht
Metallhandwerk leidet unter der Baukrise

Die am Boden liegende Bauwirtschaft hat auch das deutsche Metallhandwerk in die Krise gezogen. Vor allem, weil die Aufträge vom Bau ausgeblieben seien, sei der Umsatz der Branche 2002 um 3,6 Prozent auf 38 Milliarden Euro zurückgegangen, sagte Klaus Dann, Präsident des Bundesverbandes Metall am Donnerstag in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Dabei habe sich sich die Lage im Laufe des vergangenen Jahres noch verschärft. Auch für die Zukunft zeigte sich Dann pessimistisch. In diesem Jahr sei erneut mit einem Umsatzrückgang von knapp 2 Prozent zu rechnen.

Daran haben neben der Baukrise auch die sinkende Zahl von Renovierungen und die fehlende Nachfrage nach Maschinen Schuld. "Die Auftragslage ist so dünn wie seit langem nicht mehr", sagte der Verbands-Boss. Daher würde das Metallhandwerk auch in diesem Jahr wieder weniger investieren. Nach einem Minus von 4,9 Prozent in 2002 sei im laufenden Jahr mit einem weiteren Rückgang von 3,2 Prozent bei den Investitionen zu rechnen.

Nachdem die Beschäftigtenzahlen trotz der Krise 2002 konstant blieben, fürchtet die Branche in diesem Jahr einen Abbau von rund 23 000 der 460 000 Stellen. "Für das grundsätzlich sehr personalstabile Handwerk ist das eine dramatische Zahl", sagte Dann. Auch die Zahl der 46 000 Auszubildenden werde 2003 sinken.

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