Kaum Bewegung im frühen Handel
Dax dreht ins Minus

Nach einem freundlichen Start hat der deutsche Aktienmarkt am Montagvormittag ins Minus gedreht und zeigt sich leichter. Der Dax verliert 0,8 % bzw. 45 Punkte auf 5 817 Zähler.

vwd/dpa FRANKFURT. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern wird der Markt noch immer von den schlechten Vorgaben aus den USA von Freitag bestimmt. Die Sorge, dass in den kommenden Wochen erneut schlechte Quartalszahlen in den USA veröffentlich werden könnten, führen nach Ansicht eines Beobachters zusätzlich zu Zurückhaltung. Technologiewerte tendieren mit durchschnittlich 2,6 % sehr schwach; Versorger zeigen sich dagegen gut behauptet mit einem Plus von durchschnittlich 0,3 %.

Die Kursgewinne von RWE, MAN und Metro, die in dem schwachen Marktumfeld zwischen 0,5 und einem Prozent zulegten, sind nach Ansicht eines Beobachters nicht auf Unternehmensnachrichten, sondern auf eine anhaltende Flucht in Werte der "Old Economy" zurückzuführen. "Dort rechnet man nicht mit so schlechten Nachrichten". Deshalb werde Geld in diesen Werten zwischengeparkt, wenn es nicht gleich am Rentenmarkt angelegt werde.

Den Kursrückgang der Deutschen Telekom um 1,4 % auf 25,76 Euro führen Beobachter zum einen auf die anhaltende Diskussion über die Richtigkeit der Bilanzen zurück. Das Unternehmen muss sich gegen Vorwürfe wehren, neben ihrem Immobilienvermögen auch ihr technisches Anlagevermögen falsch bewertet zu haben. Zum anderen seien Gewinnmitnahmen Grund für den Kursverlust. Der Wert habe sich in den vergangenen Wochen gut entwickelt. Angesichts der schlechten Gesamtstimmung nähmen Investoren jetzt vorsichtshalber Gewinne mit.

Die kräftigsten Kurseinbußen verzeichnen Infineon mit einem Minus 3,9 % auf 25,57 Euro. Nach Informationen des "Handelsblatts" wollen große Fonds die neu zu platzierenden Aktien nur zu einem Kurs von weniger als 25 Euro kaufen; Infineon wolle aber 27 Euro erzielen. Im Falle einer Absage der Kapitalerhöhung könnte Siemens einspringen; Siemens geben 2,6 % auf 62,35 Euro ab. SAP , die zu Handelsbeginn die Liste der Kursgewinner mit einem Plus von 1,7 % angeführt hatten, verlieren 1,7 % auf 137,62 Euro. Zu den Verlierern gehören mit einem Minus von 0,8 % auf 44,00 Euro auch .

Berichte, denen zufolge der Verkauf der Pflanzenschutzsparte von Aventis an Bayer näher rückt, könnte die Bayer-Aktie nach Einschätzung von Händlern weiter unter Druck setzen, wenn Teilnehmer zu der Ansicht kommen sollten, dass der im Raum stehende Kaufpreis von sechs Mrd. Euro zu hoch sei. Der Kauf passe zwar gut in das Geschäft von Bayer. "Angesichts der sehr schlechten Stimmung an den Märkten gehen solche positiven Aspekte aber unter", sagt ein Beobachter.

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