Kaum ermutigende Verkaufszahlen
Autofrühling im April ausgeblieben

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) hält trotz der kaum ermutigenden Verkaufszahlen im April an seinen Branchen-Absatzprognosen für das Jahr 2003 fest.

Reuters STUTTGART. "Den ersehnten Autofrühling wird uns auch der April nicht gebracht haben", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk auf dem "Automobilforum 2003" am Dienstag in Stuttgart, ohne Zahlen zu nennen. "Aber immerhin zeichnet sich auch auf dem inländischen Markt ein stabiler Absatz ab", fügte er hinzu. Der Verband habe daher keinen Anlass, an seinen Absatzprognosen für das Jahr 2003 zu rütteln.

Der VDA rechnet nach früheren Angaben mit 3,25 Mill. neu zugelassenen Personenwagen in Deutschland und einer Produktion der deutschen Hersteller von mehr als fünf Millionen. Der Export soll etwa 3,55 Mill. Einheiten erreichen.

Wichtige Rahmenbedingungen hätten sich verbessert, sagte der VDA-Präsident. Dazu gehöre nicht zuletzt der Verzicht auf die Erhöhung der Dienstwagensteuer. Psychologische Einflussfaktoren überlagerten aber "wie selten zuvor" die eigentlich positiven Basisdaten - die Zahl neuer Modelle und das steigende Alter des Fahrzeugbestandes etwa. "Früher oder später wird sich auch der Inlandsmarkt wieder beleben", äußerte sich Gottschalk überzeugt. Noch werde die Autokonjunktur der deutschen Hersteller aber vom Export getragen. "Alles hängt von der US-Konjunktur ab."

Heftige Kritik übte Gottschalk an der Rabattpolitik in den USA. Es sei ein Irrglaube, die "überdrehten Incentives" wieder zurückdrehen zu können, warnte er. "Die Kunden gewöhnen sich daran." Er sei froh, dass die Entwicklung in Deutschland bisher nicht kopiert worden sei. "Langfristig gewonnen haben stets die, die mit besseren Produkten dagegen gehalten haben." Aber auch hier zu Lande sei der Erfindungsreichtum bei Preisnachlässen größer geworden.

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