Kaum Geld für Entwicklung übrig
eco: UMTS-Lizenzkosten behindern Mobile Commerce

Die Folgen der UMTS-Auktion in Mainz werden Anbieter, Verbraucher und Mobile-Commerce-Markt nach Auffassung des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft eco über Jahre hinweg schwer belasten.

adx KÖLN. Die Folgen der UMTS-Auktion in Mainz werden Anbieter, Verbraucher und Mobile-Commerce-Markt nach Auffassung des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft eco über Jahre hinweg schwer belasten. Durch die hohen Kosten für die UMTS-Lizenzen von 99,4 Mrd. Mark "bleibt wenig Geld für die Entwicklung neuer Dienste für das mobile Internet übrig", erklärt Bettina Horster, Vorsitzende des eco-Arbeitskreises Mobile Commerce, am Dienstag in Köln.

Die Rolle Deutschlands im Weltmarkt für Mobile Commerce werde durch die völlig überhöhten Einstiegsinvestitionen geschwächt, denn zu den Aufwendungen für die Lizenz kämen zahlreiche weitere Kosten auf die Anbieter zu. Leidtragende seien nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Verbraucher. So müsse man hohe Preise, mangelhafte Netzqualität und ein eingeschränktes Diensteangebot befürchten, sagte Horster. Sie halte zudem die Argumentation für unsinnig, dass die hohen Lizenzsummen und der gleichzeitige Markteintritt von sechs Anbietern zu einem scharfen Wettbewerb führen werden, von dem der Verbraucher profitiert. Vielmehr müssten die Anbieter jetzt beim Aufbau der Infrastruktur besonders kostenbewusst vorgehen, was potenziell eine schlechtere Netzqualität zur Folge habe. Die Kalkulationen der Anbieter würden deshalb auf absehbare Zeit keinen UMTS-Massenmarkt zulassen.

Horster verweist auf Umfragen, wonach die Mehrheit der Internet-Nutzer (zwei Drittel) bereit wäre, maximal 40 Mark monatlich für den multimedialen Mobilfunk auszugeben. Auf Grund der hohen Summen für die Lizenzen sei jedoch mit derartig niedrigen Beträgen nicht zu rechnen.

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