Kaum Impulse von den USA
In Frankfurt werden leichtere Kurse erwartet

Mit etwas leichteren Kursen am deutschen Aktienmarkt rechnen Marktteilnehmer am Montag. Die Stimmung sei weiter gedrückt, es werde auf die Quartalszahlen der beginnenden Woche gewartet. Die Futures auf US-Indizes deuteten auch in den USA auf eine weiter getrübte Stimmung, von dort werde es kaum Impulse geben.

vwd FRANKFURT. Nach Einschätzung eines Händlers ist dabei die Veröffentlichung der Quartalszahlen von Infineon das mit Abstand wichtigte Ereignis am deutschen Finanzmarkt am Montag. Dagegen träten andere Termine mit Ausnahme der Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklima-Index, von dem weiterer Aufschluß über die Stimmung der Wirtschaft erhofft wird, in den Hintergrund.

Die Revision der Halbjahreszahlen von SAP um 90 Mill. Euro wegen der Verluste von Commerce One, an denen SAP mit rund 20 % beteiligt ist, wird nach Einschätzung eines Händlers den SAP-Kurs am Montag nicht belasten. Die Zahlen seien trotzdem gut gewesen. Zudem sei der Ausblick positiv ausgefallen. Das sei entscheidend. Berichte über einen Verlust der Sparte Sprach- und Datennetze (ICN) von Siemens in Höhe von 150 Mill. Euro im dritten Quartal werden als "nicht überraschend" eingeschätzt. Die Zahl allein sei aber auch nicht besonders aussagekräftig. Es müsse auf die vollständigen Ergebnisse aller Sparten von Siemens am Mittwoch gewartet werden.

Mit weiteren Aufschlägen rechnen Händler zu Wochenbeginn für Energiewerte. Die Ankündigung der Fördermengenkürzung durch die Opec sollte die Stimmung hier weiter aufhellen, heißt es. Zeitungsberichten zufolge plant die Opec, den Ausstoß um 1,5 Mill. Barrel pro Tag zu verringern. Ein Bericht des "Spiegel", dem zufolge die Bundesregierung am Mittwoch im Kabinett einen Gesetzentwurf beschließen will, der den Weg für den vollständigen Verkauf der Deutschen Post World Net freimachen soll, könnte nach Einschätzung eines Händlers den Kurs der Post am Montag belasten.

Ebenfalls skeptisch sind Händler bei MLP und rechnen mit einem schwachen Verlauf am ersten Handelstag des Unternehmens im Dax. Es werde vermutlich zu Abgaben kommen, denn die meisten Investoren hätten noch etwas zu hohe MLP-Bestände. Berichte, denen zufolge der US-Lastwagentochter Freightliner von Daimler-Chrysler in diesem Jahr ein Verlust von mehr als einer Mrd. DM droht, werden als nicht ganz neu eingeschätzt. Jedoch könnte die angebliche Rechtfertigung von Jürgen Schrempp, die Verantwortlichen der einzelnen Bereiche hätten weitgehend unternehmerische Freiheiten, die Stimmung für Daimler-Chrysler weiter trüben. Zudem könnten Gewinnmitnahmen den Kurs am Montag belasten.

Ein Kauf der Bank Sarasin durch die Deutsche Bank ist Händlerangaben zufolge durchaus möglich. Wie die "Berner Zeitung" berichtet, hat die Deutsche Bank Interesse an dem Schweizer Finanzinstitut. Bis die Bank übernommen werde, ist Händlern zufolge sicherlich nur noch eine Frage der Zeit. Und dabei dürfte Sarasin ganz gut in die Strategie der Deutschen Bank passen. Vorbörslich stellen Händler folgende erste Taxen: Deutsche Bank 78,50 zu 79,00 Euro, Münchener Rück 313 zu 315 Euro, Allianz 305 zu 308 Euro, SAP 152 zu 154 Euro, Siemens 59,50 zu 60,50 Euro und Infineon 26 zu 27 Euro.

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