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Kaum Nikolausgeschenke an New Yorkers Börsen

Dem Nikolaus haben offensichtlich die gestrigen Zugewinne der Nasdaq als Geschenk gereicht. Heute beschert er den Anlegern keine aufstrebenden Indizes mehr. Grund: Apple hat sich nicht artig verhalten. Eine Gewinnwarnung des Computerherstellers zieht den ganzen Bereich der PC-Hersteller und-Zulieferer in den Abgrund.

Den Dow Jones Index belasten zur Wochenmitte die Gewinner des Vortages. Schwergewichte wie IBM, Intel und Hewlett-Packard ziehen das Börsenbarometer der US-Standardwerte in die Tiefe.



Belohnt werden die Investoren von Finanzaktien. Sie profitieren wie auch schon gestern von der von Alan Greenspan in Aussicht gestellten Zinsensenkung der Notenbank. J.P. Morgan und Citigroup stehen auf dem Gewinnertreppchen des Dow Jones Indexes. Gewinnen können auch die Aktien von Morgan Stanley, Chase Manhattan und Goldman Sachs. Greenspans Aussicht beinhaltet allerdings auch die Befürchtung der Notenbank, die amerikanische Wirtschaft könne noch weiter abschwächen. Zu erwarten wären dann für Firmen weiter abnehmendes Gewinnwachstum.



Apple

fällt bis zum Mittag um 17 Prozent. Der Computerhersteller erwartet für das vierte Quartal einen Verlust von 225 Millionen Dollar und damit einen um 600 Millionen Dollar geringeren Umsatz als noch im Oktober geschätzt. Apple reduzierte gleichzeitig die Umsatzerwartungen für das kommende Geschäftsjahr von 7,78 Milliarden Dollar auf 6 bis 6,5 Milliarden Dollar. Auch die Hersteller von PCs wie Compaq, Dell verlieren bis zum Mittag. Zum Verkauf angefeuert werden Investoren von Analysten. Bear Stearns und Lehman Brothers reduzieren die Gewinn- und Umsatzschätzungen für Apple.



Auf der Verliererseite des Nasdaq Index steht auch Juniper Networks. Nachdem Ericsson bekannt gab, 10,4 Millionen Juniper Aktien verkauft zu haben, fällt der Wert um fünf Prozent. Den Erlös der Aktien will Ericsson in die Entwicklung der Mobiltelefoninfrastruktur stecken. Eine Millionen Aktien plant Juniper nun zurückzukaufen.



Die Mehrheit der Einzelhändler hat zur Wochemitte mit Kursverlusten zu kämpfen. Circuit City gießt mit einer Gewinnwarnung zusätzlich Öl in die Flamme. Der Verlust der Elektro-Einzelhandelskette wird im dritten Quartal voraussichtlich vier Mal so hoch ausfallen, als die Analysten ursprünglich erwartet hatten. Dem Elektrohändler machen Konkurrenten wie Best Buy die Preise und das Geschäft kaputt. Der Umsatz von Läden, die bereits über ein Jahr existieren, ging im vergangenen Jahr um zehn Prozent zurück. Für die Aktie von Circuit City verliert in den frühen Handelsstunden rund 25 Prozent.



Gegen den Trend behaupten kann sich die Einzelhandelskette Home Depot. Der Konzern kann Robert Nardelli. als neuen CEO in seinen Geschäftsreihen begrüßen. Nardelli kommt von Generel Electric. Die Aktie gewinnt rund drei Prozent.

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