Kaum Offensive beim VfB
Bayern München siegt über Stuttgart

Das erste Duell hat Trainer Felix Magath gegen seinen Ex-Club mit überraschender Leichtigkeit gewonnen. Nun kann er mit dem FC Bayern München weiter drei Titel in dieser Saison holen.

HB MÜNCHEN. Durch Tore von Owen Hargreaves (35.), Michael Ballack (69.) und Roy Makaay (79.) siegte der Rekord-Cupsieger am Mittwochabend vor 24 000 Zuschauern im "Eiskeller" Olympiastadion im Top-Spiel gegen einen harmlosen VfB Stuttgart mit 3:0 (1:0) und erreichte erneut das Viertelfinale des DFB-Pokals. Nachdem sich am Vorabend auch die Amateure gegen Braunschweig qualifiziert hatten, stehen erstmals sogar zwei Mannschaften der Bayern in der Runde der letzten Acht.

Bei frostigen Temperaturen und leichtem Schneefall wurde der Süd- Schlager den hoch gesteckten Erwartungen nur selten gerecht. Das lag freilich weniger an den Münchnern, die aggressiv und bissig zu Werke gingen, als vielmehr am enttäuschend schwachen VfB, der auch bei seinem fünften Pokal-Auftritt im Olympiastadion als Verlierer vom Platz ging. Auch 1997/98 und 1998/99 hatte es am Ende 0:3 geheißen. Erst in der letzten halben Stunde leisteten die Schwaben ein wenig mehr Gegenwehr, ließen aber vier Wochen vor dem Bundesliga-Duell an gleicher Stätte im Angriff die Durchschlagskraft vermissen.

Angeführt von dem spielfreudigen Makaay diktierten die Hausherren klar das Geschehen. Dabei erwiesen sich Distanzschüsse auf dem seifigen Untergrund als probates Mittel, um die VfB-Abwehr, in der Matthieu Delpierre den angeschlagenen Andreas Hinkel vertrat, in Verlegenheit zu bringen. Nachdem Versuche von Makaay (2./5./26.) und Ballack (24.) fehlgeschlagen waren, war Hargreaves im fünften Anlauf erfolgreich. Der Engländer jagte den Ball auf Zuspiel von Claudio Pizarro aus 25 Metern unhaltbar für Timo Hildebrand in den Torwinkel.

Dagegen fand beim VfB Offensive fast gar nicht statt. Da Regisseur Alexander Hleb von Hargreaves praktisch ausgeschaltet wurde, fehlte den Schwaben ein kreatives Element im Mittelfeld. Dabei hatte sich gerade der Weißrusse viel vorgenommen und wollte seinem Ex-Trainer Felix Magath beweisen, dass der ihm in Stuttgart zu Unrecht das Trikot mit der Nummer 10 verweigert hatte. Statt des erwarteten Duells mit seinem Nationalelf-Kollegen Hildebrand verbrachte Oliver Kahn einen ruhigen Abend. Der Keeper wurde nur einmal aufgeschreckt, als nach etwa zehn Minuten eine Frau in Hundekostüm in seinem Strafraum auftauchte und von Ordnern vom Platz geführt werden musste.

Die Dominanz der Bayern setzte sich im zweiten Durchgang fort, allerdings versäumten es die Hausherren, mit einem zweiten Tor frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Pizarro (60.) verpasste nach Zuspiel von Makaay das 2:0, ehe auf der Gegenseite der eingewechselte Christian Tiffert (67.) für Aufregung sorgte. Sammy Kuffour bereinigte die Situation vor Kahn. Zwei Minuten später sorgte Ballack, der Frings' Flanke einköpfte, alle Zweifel am Erfolg.

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