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Dax-Ausblick: Analysten sind weiter pessimistisch

Ein Aufwärtstrend an der Börse ist auch in der kommenden Woche nicht zu erwarten. Der Dax könnte sogar unter 5 700 Punkte fallen, schätzt die DG Bank.

DÜSSELDORF. Der wichtigste Termin in der kommenden Woche dürfte die Sitzung des Offenmarktausschusses der amerikanischen Notenbank sein. Die meisten Analysten erwarten, dass die Fed am Mittwochabend eine erneute Zinssenkung verkünden wird. "Wahrscheinlich werden die Zinsen um 0,25 oder 0,50 Basispunkte gesenkt", erwartet Carsten Riester von der GZ-Bank. Dass davon allerdings ein langfristig positiver Effekt auf die Aktienmärkte ausgeht, glaubt der Aktienstratege nicht. Zu groß seien noch immer die Unsicherheiten im Markt. "Wir sind richtungslos", sagt Riester, "es fehlt in jeglicher Form an Nachhaltigkeit."

Liquidität sei ausreichend vorhanden, aber Riester will nicht ausschließen, dass noch weitere Hiobsbotschaften von Unternehmen die Märkte in den nächsten Wochen belasten. Bayer zum Beispiel werde in der nächsten Woche voraussichtlich die Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. "Davon geht eine Signalwirkung aus", sagt er. Dann werde sich zeigen, ob die gesamte Chemiebranche schwächelt, nachdem BASF seine Gewinnprognose für das zweite Quartal bereits nach unten korrigieren musste. Aber insgesamt werde der Dax bis zur Zinsentscheidung der Fed richtungslos um die 6 000 Punkte pendeln, von 5 750 bis 6 100 Punkten. Eine mögliche Erholung nach der Fed-Entscheidung werde nur von kurzer Dauer sein, glaubt Riester.

Auch die DG Bank hält es für möglich, dass der Dax in der kommenden Woche bis auf 5 700 Punkte sinkt. "Ein Wiederanstieg über die Marke von 6 000 Zählern wäre dagegen als kurzfristiges Kaufsignal zu werten", sagen die Analysten der DG Bank in ihrer Wochenstrategie. Auch am Neuen Markt bleibe die Tendenz labil. Langfristig, bis zum Ende des Jahres, könnten der Nemax 50 und der Nemax-All-Share auf 2 000 Zähler steigen.

Von den Unternehmen erwartet die DG Bank in der kommenden Woche keine marktbewegenden Nachrichten. Es dominieren Hauptversammlungen, und die besitzen nach Ansicht der Analysten nur begrenzten Informationswert. Nur wenige Unternehmen legen Zahlen vor, zum Beispiel die Hornbach Baumarkt AG am Mittwoch. Doch die Hornbach-Zahlen für das Geschäftsjahr 2000/2001 sind bereits bekannt: Der Jahresüberschuss verbesserte sich um 30 % auf 27,1 Euro. Interessanter dürfte die Hornbach-Analystenkonferenz der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) ebenfalls am Mittwoch sein. Auf der Konferenz wird sich zeigen, ob die Analysten auch für die Zukunft mit einer guten Ertragslage rechnen.

Unternehmenstermine

Montag

  
25.6.

Mania Technologie

HV
25.6.SenatorHV

Dienstag

  
26.6.Easy SoftwareHV
26.6.Fokus DigitalHV
26.6.

Möbel Walther

HV

Mittwoch

  
27.6.Deutsche PostHV
27.6.DisetronicHV
27.6.HolzmannHV
27.6.

Hornbach

Bilanz-PK und DVFA-Konferenz

Donnerstag

  
28.6.

Bilfinger

+ Berger
HV
28.6.FAG KugelfischerHV
28.6.

Ericsson

HV
28.6.

Siemens

Analystenkonferenz

Freitag

  
29.6.Das WerkHV
29.6.

Südzucker

DVFA-Konferenz
   

Außerdem auf dem Terminplan:

Dienstag

  
26.6.FrankreichVerbraucherpreise Mai

Mittwoch

  
27.6.USAOffenmarktausschuss der Fed
27.6.ItalienEinzelhandelsumsatz April

Donnerstag

  
28.6.FrankreichIndustrievertrauen Juni
28.6.ItalienVerbraucherpreise Juni

Freitag

  
29.6.USAReales BIP Q1
29.6.USAVerbrauchervertrauen University of Michigan juni
29.6.Frankreich und JapanArbeitslosenrate Mai
29.6.FrankreichErzeugerpreise Mai
   



In der Tabelle finden sie die langfristigen Empfehlungen der Helaba Trust:

Helaba Trust

Unternehmen

Gewinn je Aktie 00e

Gewinn je Aktie 01e

Gewinn je Aktie 02

Empfehlung

Datum Empfehlung

adidas Salomon4,014,855,43kaufen2.4.01
Allianz9,610,813,3halten15.02.01

BASF

2,022,663,38halten21.3.01

Bayer

2,492,533,06halten8.5.01

BMW

1,632,312,48halten24.4.01

Commerzbank

2,602,412,60halten20.11.00

DaimlerChrysler

3,470,903,42halten15.2.01
Dt. Bank7,937,108,20halten5.2.01
Degussa2,051,743,22kaufen10.4.01
Dresdner Bank3,322,382,68verkaufen27.9.00
Dt. Post1,371,501,40kaufen12.1.01
Dt. Telekom-0,060,140,48halten22.2.01

E.ON

5,164,146,33kaufen12.4.01

Epcos

3,684,334,75halten4.8.00

FMC

2,532,783,47halten8.3.01

Henkel

Vz.
3,213,443,95kaufen3.5.01
HypoVereinsb2,503,724,02halten25.7.00

Infineon

1,831,531,96halten31.1.01

Lufthansa

1,701,701,90halten15.3.01

Linde

2,292,602,80halten22.03.01

MAN

2,522,552,80kaufen29.03.01

Metro

1,101,301,40kaufen10.10.00
Münchner Rück.7,408,609,80halten13.02.01
Preussag1,922,102,30verkaufen19.10.00

RWE

2,242,482,75kaufen09.03.01

SAP

Vz.
2,023,163,85halten13.02.01

Schering

1,702,152,47halten19.03.01

Siemens

4,465,005,51halten17.11.00
Thyssen Krupp1,021,031,27halten02.05.01

Volkswagen

4,656,296,99kaufen24.04.01
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