Kaum Veränderung beim Dax
Ruhiges Geschäft an der Frankfurter Börse

Der Handel auf dem Frankfurter Parkett ist am Dienstag sehr ruhig verlaufen. Die Investoren warteten auf die Entscheidung der Präsidentenwahl in den USA.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Handel auf dem Frankfurter Parkett ist am Dienstag sehr ruhig verlaufen. Die Investoren warteten weiter voller Spannung auf die Entscheidung zur Handauszählung bei der Präsidentenwahl in den USA. "Daher hat die Börse im Moment kein Eigenleben", sagte ein Händler. Das für den heutigen Tag erwartete Urteil habe auch für den Handel in Deutschland große Bedeutung.

Natürlich herrsche noch eine gewisse Unsicherheit wegen des offenen Ausgangs der Präsidentschaftswahl in den USA, sagte auch Nils-Holger Ziemer von der Berenberg Bank. Vielleicht sei dies aber auch nur ein Alibi, um sich im Handel zurückzuhalten. Bei dem derzeitigen Niveau sei nämlich weder ein Ein- noch ein Ausstieg ratsam.

Dementsprechend ruhig verlief der Handel mit den Standardtiteln. Der Dax verharrte nahezu unverändert auf 6 776 Zähler. Das entspricht einem kleinen Minus von 0,10 Prozent. Die Nebenwerte im MDax fielen um 0,67 Prozent auf 4 735 Punkte. Dagegen legte der Nemax 50 bei geringen Umsätzen um 1,25 Prozent auf 3 530 Zähler zu. Spekulative Käufer zogen hier den Markt nach oben.

Mit einem Gewinn von 3,24 Prozent auf 25,81 Euro gehörte die Lufthansa -Aktie zu den Favoriten im Dax. Das Unternehmen will seine Kooperation mit Thai Airways erweitern und so weitere Kosten auf der Route Thailand-Deutschland sparen. Diese Meldung habe die Lufthansa - Aktie beflügelt, sagte Jürgen Rabe, Händler bei der Gontard & Metallbank. Ein anderer Händler war dagegen kritisch, ob es sich tatsächlich um den Grund für diese Kursbewegung handele. Vielmehr habe er den Eindruck, dass die Veränderungen zur Zeit eher willkürlicher Natur seien. "Die Händler stehen vor den Aktien und wissen nicht, was sie machen sollen", sagte er.

Zu den Top-Werten gehörten auch Daimler-Chrysler mit plus 2,95 Prozent auf 51,23 Euro. "Vielleicht kommt langsam die Erkenntnis, dass der Kurs-Rückgang unter 50 Euro des Guten zu viel war", vermutete Autoanalyst Peter Worel von der Bayerischen Landesbank. Die Verluste hätten den Kurs unter den Stand vor der Fusion mit Chrysler gedrückt.

Dagegen sahen Bayer -Aktien mit einem Verlust von 3,69 Prozent auf 53,01 Euro recht blass aus. Händler führten dies nach dem Kursanstieg der vergangenen Zeit auf Gewinnmitnahmen zurück. Auch die Aktien des Software-Riesen SAP standen unter Druck. Für Analyst Stephan Otto von der Hamburgischen Landesbank sind es vornehmlich amerikanische Analysten, die SAP weiter für überbewertet halten. Nach seiner Ansicht befinden sich die Aktien auf einem "angemessenen Kursniveau". Die Aktie war zuletzt 186,14 Euro und damit 1,93 Prozent weniger wert.

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