Kavallerie wichtiges Element im Kampf gegen Taliban
Norallianz reitet gegen Panzer an

Pferde sind nach Einschätzung des US-Verteidigungsministeriums ein wichtiges Element im Kampf der Opposition gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan. Der Vizechef des US-Generalstabs, General Peter Pace, bestätigte am Mittwoch bei einem Presse- Briefing in Washington, es habe bereits mehrere Kavallerie- Attacken der von den USA unterstützten Nordallianz gegen Panzer und gepanzerte Mannschaftswagen der Taliban gegeben.

Reuters WASHINGTON. "Diese Streitkräfte der Opposition gehen zu Pferde gegen Panzer vor", sagte Pace. "Das zeigt, wie aggressiv diese Leute sind. Sie bringen den Krieg zu ihren Feinden und unseren."

Er nannte keine weiteren Einzelheiten. Aus Kreisen des Verteidigungsministeriums verlautete jedoch ergänzend, in felsigem, unzugänglichem Gelände wie in Afghanistan habe der Kampf zu Pferde, zumal bei schwieriger Winterwitterung, durchaus Vorteile. So könne die Nordallianz, die über einige hundert Pferde verfüge, als eine Art "sehr leichter Kavallerie" betrachtet werden. Pferde und Reiter kämen in der Regel mit wenig Nahrung aus. Die Kämpfer der Nordallianz seien zudem daran gewöhnt, mit geringen Mengen an Munition zu operieren und könnten bei Attacken voll auf ihre Beweglichkeit setzen.

Dagegen seien die meisten Panzer eingegraben, sie würden von den Taliban gewissermaßen als Artillerie-Ersatz benutzt. Die Angriffe der berittenen Nordallianz verglich der Sprecher mit den Reiter- Attacken während des Ersten Weltkriegs auf die in den Schützengräben verbunkerte Infanterie. Die Bedeutung, die die USA den Pferden beimessen würden, ergebe sich auch daraus, dass zusätzlich zu den Lebensmittelabwürfen mehrfach auch Pferdefutter, wahrscheinlich Säcke mit Hafer, in den von der Nordallianz kontrollierten Gebieten Afghanistans abgeworfen worden seien, hieß es. Hafer sei besser als dürres Heu.

Seit 7. Oktober führen die USA gegen Afghanistan und die dortige Taliban-Regierung Krieg, der sie vorwerfen, dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September in den USA, Osama bin Laden, und seiner El Kaida-Organisation Unterschlupf zu gewähren.

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