KBV plant "Dienst nach Vorschrift" ab Januar
Krankenkassen drohen Ärzten mit Entzug der Zulassung

Die Krankenkassen drohen streikenden Ärzten mit harten Sanktionen bis hin zum Entzug der Kassenzulassung.

HB/dpa BERLIN/BONN. "Sollten Ärzte ihre Patienten nicht mehr ausreichend behandeln, müssen sie mit dem Verlust ihrer Kassenzulassung rechnen", warnte der Verwaltungsratsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Peter Kirch, am Donnerstag in Bonn. Die Kassenärzte seien verpflichtet, "die medizinische Versorgung sicherzustellen".

Zuvor hatte bereits Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) scharf davor gewarnt, zu "Dienst nach Vorschrift" oder "Budgetferien" aufzurufen. Die KBV bereitet entsprechende Pläne ab Januar vor. Als Folge müssen Patienten mit geschlossenen Praxen, Wartezeiten und einer Behandlung auf Sparflamme rechnen. Die Ärzteinitiative Berlin hatte sogar angekündigt, Kranken drohe von Januar an ein "Probesitzen in der Hölle".

Nach Schmidt rügte auch Kirch diese Drohung als nicht hinnehmbar. "Es ist unverantwortlich, kranke Menschen, die sich mit Beschwerden an ihren Arzt wenden und auf Besserung hoffen, auf diese Art zu verunsichern und bei ihnen damit tiefe Ängste zu schüren."

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