KDG spricht mit Pro Sieben und RTL
Private wollen von Digitalisierung profitieren

Die privaten TV-Konzernen Pro Sieben Sat1 und RTL wollen von der Digitalisierung profitieren, indem sie eine Gewinnbeteiligung einstreichen. Darüber verhandeln sie gerade mit dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG).

HB MÜNCHEN. Bei den Gesprächen gehe es nicht nur um die Einspeisung der bisherigen Programme in digitales Pay-TV, sondern auch um das mögliche Angebot von Spartensendern durch die TV-Unternehmen, sagte Kabel-Deutschland-Chef Roland Steindorf am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters auf den Münchener Medientagen. "Es ist ein gemeinsames Paket, das besprochen wird", ergänzte er. Zu Forderungen von Pro Sieben Sat1, wonach der Konzern im Fall des Angebots von digitalen Spartensendern über die Netzbetreiber auch an den Einnahmen beteiligt sein will, sagte Steindorf, das sei kein Problem. "Es ist klar, dass wir die Umsätze teilen."

Kabel Deutschland war mit den TV-Unternehmen im Zusammenhang mit der ursprünglich geplanten Übernahme dreier regionaler Kabelnetzbetreiber heftig aneinandergeraten. Kabel Deutschland hatte das milliardenschwere Vorhaben dann wieder zurückgezogen, nachdem das Bundeskartellamt den Argumenten der privaten Sender und anderer Kritiker weitgehend gefolgt war und eine Untersagung der Übernahme bevorstand.

Auf den Medientagen in München äußerten sich Vertreter beider Seiten versöhnlich. Steindorf sagte, die Verhandlungen mit ProSieben und RTL über digitale Inhalte liefen konstruktiv. Kabel Deutschland hatte Ende September sein erstes digitales Programmpaket "Kabel Digital Home" gestartet, das Kunden neun Euro monatlich kostet und 30 digitale Spartenkanäle sowie 47 Radiosender bietet. Programme von Pro Sieben Sat1 oder RTL, den dominierenden privaten TV-Konzernen, sind nicht enthalten.

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