Kein Abfindungsangebot an verbliebene Aktionäre
Schenck belastet Dürr

Bei der Stuttgarter Dürr AG, die Produktionssysteme für die Autohersteller liefert, hinterlassen Restrukturierung und Integration der 2000 erworbenen Darmstädter Carl Schenck AG deutliche Spuren.

ajo STUTTGART. Zwar sind im ersten Quartal 2002 Auftragseingang und Umsatz um über 10 % gestiegen. Doch das Ergebnis vor Steuern ist mit-14,8 Mill. Euro negativ.

Die weiteren Quartale sollen durch die Restrukturierung weniger belastet sein. Insgesamt belaufen sich die Aufwendungen, die auch die US-Umwelttochter Enviromental betreffen, auf 20 Mill. Euro. Im Konzern werden rund 400 der 12 500 Stellen abgebaut. Zur stärkeren Integration von Schenck soll der Bereich Endmontage in der Dürr AG konzentriert werden. Dies soll die Schenck-Hauptversammlung beschließen. Dürr hält 96 % der Schenck-Anteile. Von einem Abfindungsangebot an die verbliebenen Aktionäre hat man Abstand genommen, machte Dürr-Chef Hans Dieter Pötsch vor der Presse deutlich.

Für das Gesamtjahr erwartet Pötsch einen Auftragseingang, Umsatz und ein Ergebnis ohne Restrukturierungsaufwendungen auf Vorjahresniveau. Für 2001 werden ein Umsatz von 2,2 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 47,3 Mill. Euro ausgewiesen. Der Kurs der Dürr-Aktie sank am Dienstag um 3,4 % auf 24 Euro. Neben den verhaltenen Aussichten ist nach Meinung von Stefan Gscheidlen, Analyst bei der BW-Bank, die Korrektur von Ergebniszahlen des Jahres 2000 ein Grund: "Das stößt einem auf". Dürr hat bei einer englischen Tochter Projektkosten neu gerechnet und Rückstellungen gebildet, durch die das Ergebnis vor Steuern 2000 nachträglich um 4,5 auf 41,8 Mill. Euro sinkt.

Quelle: Handelsblatt

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