Kein Abstieg durch Opel-Engagement
Frentzen: Formel-1-Experte am TV-Bildschirm

Nach zehn Jahren in der Königsklasse und 154 Grand-Prix-Rennen schien für den Mönchengladbacher das Kapitel Formel 1 beendet, doch sicherte sich der TV-Sender Tele fünf kurzerhand seine Dienste als Formel-1-Experte. Dem Rennsport bleibt Frentzen auch erhalten: Ab sofort lenkt er einen Opel bei der Deutschen-Tourenwagen-Masters.

HB MELBOURNE. Obwohl sich Heinz-Harald Frentzen still und heimlich aus dem Formel-1-Circuit verabschiedet hat, bleibt er nachwievor dem Rennsport erhalten. Sein Wissen als Formel-1-Experte ist ebenso gefragt, wie seine Künste als Rennfahrer.

Auch im Hause Frentzen wird in der Nacht zum Sonntag der Wecker klingeln. "Genauso wie ich mir während meiner aktiven Formel-1-Zeit die Rennen der DTM im Fernsehen angeschaut habe, werde ich mir nun als aktiver DTM-Fahrer die Formel-1-Rennen anschauen", sagte er vor dem Saisonauftakt am Sonntag (4.00 Uhr/RTL und Premiere) in Melbourne. Der Vize-Weltmeister von 1997, der in zehn Formel-1-Jahren immerhin 154 Grand-Prix-Rennen gefahren hat und künftig für Opel bei der Deutschen Tourenwagen-Master (DTM) Vollgas gibt, wird die "Königsklasse" auch weiterhin begleiten: "Ich werde für den Fernsehsender Tele fünf als Formel-1-Experte agieren und mir schon allein aus professionellen Gründen die Rennen anschauen."

Der Routinier prophezeit seinem letztjährigen Teamkollegen Nick Heidfeld schwere Zeiten. "Es wird bestimmt keine einfache Saison für Nick im Jordan, denn genau wie Minardi bekommt auch Jordan keinerlei Werksunterstützung."

Für "HHF" ist das Opel-Engagement kein Abstieg: "Ich hätte ja einen Vertrag in der Formel 1 haben können. Ich habe mich aber für Opel und die DTM und gegen Jordan und die Formel 1 entschieden", stellt der dreimalige Grand-Prix-Gewinner in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur klar. Über eine Rückkehr in die Formel 1 in welcher Funktion auch immer, macht er sich im Augenblick keine Gedanken. Über Versäumnisse mag Frentzen, der als riesengroßes Talent galt, ebenfalls nicht sprechen. Augenzwinkernd meinte er: "Darüber schreibe ich in meinem neuen Buch. Titel: "Hätte, wäre, wenn und aber."

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